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Metallteile im Teig: Wagner ruft neun Millionen Pizzen zurück

Tiefkühlkost mit schmerzhafter Metall-Note: Nachdem zwei Kunden Metallstücke in Wagner-Pizzen gefunden haben, ruft die Firma neun Millionen Exemplare vorsorglich zurück. Foto: Oliver Berg/Illustration
Tiefkühlkost mit schmerzhafter Metall-Note: Nachdem zwei Kunden Metallstücke in Wagner-Pizzen gefunden haben, ruft die Firma neun Millionen Exemplare vorsorglich zurück. Foto: Oliver Berg/Illustration

Nonnweiler. Für den Pizzafreund war es ein schmerzhaftes Vergnügen: Wegen eines kleinen Stahlstifts auf seiner Pizza brach er sich ein Stück Zahn ab. Der Hersteller nimmt nun mehrere Millionen Pizzen aus den Regalen.

Der Tiefkühlhersteller Wagner ruft vorsorglich rund neun Millionen Pizzen zurück, weil kleine Metallteile im Pizzateig gefunden wurden. Ein Kunde hatte auf einen etwa zwei Zentimeter großen Edelstahlstift gebissen und sich ein Stück Zahn abgebrochen, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag sagte. Daraufhin habe das Unternehmen die Rückrufaktion gestartet. Betroffen seien alle Produkte der Linien «Die Backfrische» und «Big Pizza» mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich November 2013 sowie einzelne Produkte, die im Ausland vertrieben werden. Bei dem Fremdkörper handelte es sich laut Wagner um ein Bauteil aus einer Mehltransportmaschine. Während der Produktion habe sich das Teil gelöst und sei mit dem Mehl in den Teig gelangt. Noch ein weiterer Kunde habe ein Metallteil entdeckt.

Auch die Firma Globus rief Pizzen der Sorte «Globus Pizza amerikanische Art» mit dem Haltbarkeitsdatum März bis November 2013 zurück. Kunden können der Mitteilung zufolge die Pizzen zurückbringen und bekommen ihr Geld zurück. Die Rückrufe von Tiefkühlpizzen der beiden Unternehmen hängen zusammen: Wie eine Unternehmenssprecherin von Globus mitteilte, werden die Globus-Pizzen von Wagner hergestellt. Da sie aus der gleichen Maschine kämen, rief auch Globus vorsorglich sein Produkt zurück.

Verbraucherschützer warnen vor Gesundheitsrisiken. «Neben den Zähnen könnten Metallteile auch den Magen-Darm-Trakt oder die Speiseröhre verletzen», sagte Barbara Schroeter von der saarländischen Verbraucherzentrale. Das Unternehmen müsse jetzt schnell und umfassend erklären, wie die Teile in die Pizza gelangen konnten und was sie jetzt dagegen unternehmen wollen.

», sagte der Sprecher der Nestlé-Tochter.

Dem Unternehmen zufolge sind die zurückgerufenen Produkte seit Juni diesen Jahres im Handel. Betroffene Kunden bekämen ihr Geld zurück, wenn Sie das ausgeschnittene Mindesthaltbarkeitsdatum per Post an das Unternehmen schickten.

Der Tiefkühlhersteller aus Nonnweiler ist eine hundertprozentige Tochter des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé. Nach eigenen Angaben produziert das Unternehmen etwa 280 Millionen Tiefkühlpizzen im Jahr. (dpa)