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Périgord-Trüffelausbeute am Mittelmeer immer geringer

Schwarze Burgundertrüffel - Gourmets müssen damit rechnen, dass Périgord-Trüffel aus dem Mittelmeerraum in Zukunft rarer wird. Foto: Rolf Haid
Schwarze Burgundertrüffel - Gourmets müssen damit rechnen, dass Périgord-Trüffel aus dem Mittelmeerraum in Zukunft rarer wird. Foto: Rolf Haid

Birmensdorf. Trüffel ist eine beliebte Delikatesse. Besonders Périgord-Trüffel aus dem Mittelmeerraum hat es Gourmets angetan. Doch wegen des sich wandelnden Klimas könnten sich die Trüffel-Gebiete in Richtung nördlich der Alpen verlagern.

Gourmets müssen damit rechnen, dass es in Zukunft immer weniger Périgord-Trüffel aus dem Mittelmeerraum geben wird. Zugleich könnte sich das natürliche Vorkommen dieser Edelpilze und deren Anbau in Plantagen in Richtung nördlich der Alpen verschieben. Zu dieser Prognose kommt ein internationales Forscherteam an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf bei Zürich.

Die Wissenschaftler verglichen die jährlichen Ertragszahlen in einzelnen Regionen Nordost-Spaniens (Aragonien), Süd-Frankreichs (Périgord) und Nord-Italiens (Piemont und Umbrien) mit Wetter- und Klimadaten seit 1970. Dabei ergab sich ein Zusammenhang zwischen dem immer weiter sinkenden Trüffelertrag und der zunehmenden Trockenheit im Sommer im mediterranen Raum. Angesichts vieler Klimamodelle gehen die Forscher davon aus, dass die Trockenheit noch weiter zunehmen und der Rückgang der Trüffel im Süden anhalten wird.

Nördlich der Alpen werden sich dagegen aufgrund des Klimawandels die ökologischen Bedingungen zugunsten der Edelpilze entwickeln. Diese Vorhersage decke sich mit Erkenntnissen aus der Schweiz und Süddeutschland, wo inzwischen unerwartet häufig Burgunder-Trüffel vorkommen. Diese könnten stark an kulinarischer und wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen. (dpa/tmn)