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Weihnachtplätzchen ohne Gluten backen

Menschen mit Zöliakie müssen nicht auf Plätzchen verzichten: Backen geht auch glutenfrei, zum Beispiel mit Guarkernmehl. Foto: Mascha Brichta
Menschen mit Zöliakie müssen nicht auf Plätzchen verzichten: Backen geht auch glutenfrei, zum Beispiel mit Guarkernmehl. Foto: Mascha Brichta

Stuttgart. Die Weihnachtszeit steckt voller Verführungen. Doch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit müssen vorsichtig sein: Das Klebereiweiß steckt in vielen Plätzchen, möglicherweise sogar im Glühwein.

Menschen mit Zöliakie greifen beim Backen von Weihnachtsplätzchen am besten auf glutenfreies Mehl zurück. Denn sie vertragen das Klebereiweiß Gluten nicht, das vor allem in Getreidearten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. Stattdessen können sie Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl und Pfeilwurzelmehl benutzen. Diese Mehlsorten sind glutenfrei, teilt die Deutsche Zöliakie Gesellschaft in Stuttgart mit. Allerdings saugen sie mehr Flüssigkeit: Bei Hefeteigen können Verbraucher zu starkes Austrocknen vermeiden, indem sie geriebene Äpfel, Karotten oder Zucchini zugeben.

Auch auf dem Weihnachtsmarkt müssen Zöliakiebetroffene vorsichtig sein: Fertig gemixte Gewürzmischungen, wie sie häufig in den Glühwein kommen, enthalten möglicherweise glutenhaltige Trennmittel oder Trägerstoffe. Eine Nachfrage bei den Verkäufern klärt auf, woraus sich der Glühwein zusammensetzt. Reine Gewürze und Mischungen aus reinen Gewürzen sind für Zöliakiekranke sicher. Und auch auf typisch weihnachtliche Zutaten wie Marzipan, Mandeln, Kokosraspeln und Orangeat müssen sie nicht verzichten: Sie enthalten kein Gluten. (dpa/tmn)