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Lebensmittel-Skandale
Schadstoffe in Lebensmitteln, Pferdefleisch statt Rind, Gammelfleisch im Supermarkt, Schweinefleisch im Döner - Lebensmittelskandale.

25. März 2013

Kommentar zu Frosta: Frosta macht's richtig

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Woher kommt der Käse für die Käsesoße? Frosta will's künftig transparent machen.  Foto: dpa

Frosta will die Herkunft sämtlicher Zutaten offenlegen - ein Vorstoß, der nicht ohne Risiko ist. Aber wenn die Kunden den "Zutatentracker" des Tiefkühlherstellers honorieren, könnte Transparenz zum Branchenstandard werden.

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Frosta will die Herkunft sämtlicher Zutaten offenlegen - ein Vorstoß, der nicht ohne Risiko ist. Aber wenn die Kunden den "Zutatentracker" des Tiefkühlherstellers honorieren, könnte Transparenz zum Branchenstandard werden.

Der Tiefkühlhersteller Frosta zieht aus dem jüngsten Pferdefleisch-Skandal eine richtige Konsequenz: Künftig wird die Herkunft sämtlicher Zutaten im Internet dem Verbraucher zugänglich gemacht. Eine solche Kennzeichnung kann zwar die betrügerische Umwidmung von Pferde- in Rindfleisch und ähnlich kriminelle Machenschaften nicht verhindern. Doch immerhin erfährt der Konsument, welche Wege etwa die Einzelbestandteile eines Pizzabelags hinter sich gebracht haben, bevor sie auf dem Teller landen.

Wenn der Käse aus Kanada, der Schinken aus Argentinien und der Knoblauch aus China stammt, könnte das umweltbewussten Essern schon auf den Magen schlagen. Kommen die Zutaten dagegen aus der Region, kehrt der Appetit zurück. Insofern diszipliniert sich Frosta mit dem Transparenzgebot auch ein wenig selbst: Man wird nolens volens der Herkunft der Vorprodukte mehr Aufmerksamkeit widmen, um die eigene Vorreiterrolle zu unterstreichen.

Risikolos ist die Frosta-Strategie freilich nicht, denn detaillierte Kennzeichnung kostet Geld und regionale Erzeugung mag mitunter teurer kommen als die Schiffsladung aus Fernost. Beides kann zu steigenden Preisen führen und zu sinkenden Umsätzen.

Sollten die Verbraucher aber die Zusatzinformationen für die Tiefkühlkost mit steigender Nachfrage honorieren, so dürften schon bald andere Hersteller folgen. Transparenz würde zum Branchenstandard. Gut so.

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Unerlaubt eingemischte Sorten, Reste von Medikamenten: Lebensmittel-Skandale sind meist Fleisch-Skandale. Ziehen Sie Konsequenzen daraus?

Ja, ich werde öfter als bisher auf Fleisch verzichten.
Ja, ich werde weniger im Supermarkt und mehr beim Metzger meines Vertrauens einkaufen.
Nein, warum denn - Pferdefleisch an sich ist ja ungefährlich.
Nein, die aktuellen Vorfälle sind nur medial aufgebauscht.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich reagieren soll.

 

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