Ein-Euro-Jobs - das Ergebnis
Die Bundesagentur hat allein in den Jahren 2006 bis 2008 diese "Arbeitsgelegenheiten" mit jeweils rund einer Milliarde Euro subventioniert. Ein gigantischer Mitnahme-Effekt, sagen Kritiker, denn die Tätigkeiten der Ein-Euro-Jobber seien meistens nicht - wie eigentlich vorgeschrieben - zusätzliche und dennoch notwendige Aufgaben.
Stattdessen würden viele Kommunen das Instrument nutzen, um billig ihre Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Leidtragende seien dabei die örtlichen Handwerker und Dienstleister, die durch die Dumping-Konkurrenz der Hartz-IV-Jobber den Schaden hätten.
Die Ein-Euro-Jobs sind außerdem so konstruiert, dass aus ihnen keine neuen Leistungsansprüche in der Sozialversicherung entstehen. Zugleich wirkten sie lohndrückend. Viele Jobber verrichteten die gleichen Tätigkeit wie ihre festangestellten Kollegen.
Die Gewerkschaft fordert daher, die Arbeitsgelegenheiten tariflich zu bezahlen und sozialversicherungspflichtig zu organisieren.
Bilder: Kempf, Bilderberg, dpa