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Die große Bilanz: Alles über Hartz I bis IV

Armut per Gesetz oder Chance für die Hoffnungslosen? Die Meinungen über die gewaltigste Sozialreform der Nachkriegszeit gehen auseinander. Die wichtigsten Instrumente aus den vier Hartz-Gesetzen: Was funktioniert? Was floppt? FR-online.de zieht Bilanz.

Hartz I: Leiharbeit


Foto: dpa

Das Ziel

Flexibler wollte die Hartz-Kommission den deutschen Arbeitsmarkt machen. Also lockerte Rot-Grün im Zuge der Hartz-Reformen die bis dahin relativ strengen Regeln mit dem Ziel, eine Brücke in die Beschäftigung zu bauen.

Faktenblatt zu Hartz I bis IV

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Das Instrument

Gestrichen wurden zahlreiche Auflagen, die dafür sorgen sollten, dass Zeitarbeiter wirklich nur für wechselnde Einsätze in verschiedenen Firmen angestellt werden und nicht dauerhaft reguläre Arbeitsplätze einnehmen. Außerdem wurde die zeitliche Begrenzung aufgehoben.

Damit wurde es in Deutschland möglich, Leiharbeiter unbefristet in einem Unternehmen einzusetzen. Diese weitgehende Liberalisierung war Teil eines Deals, zu dem auf der anderen Seite ein starker Schutz der Beschäftigten durch Tarifverträge zählen sollte.

Denn Rot-Grün verankerte auch die Grundsätze des Equal Pay und Equal Treatment: Zeitarbeiter müssen demnach genauso bezahlt und behandelt werden wie die Stammbelegschaften. Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn ein Tarifvertrag für die Zeitarbeitsfirmen vorliegt, geht dieser vor. Dann werden die Leiharbeiter nach dessen Standard bezahlt.

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Autor:  Markus Sievers, Eva Roth und Roland Bunzenthal
Datum:  8 | 2 | 2010
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
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