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07. Dezember 2012

Bruno Mars: "Ich hatte keinen Plan B"

Bruno Mars - wie (fast) immer gut behütet.Foto: dapd

Der Popstar Bruno Mars über Familienplanung, warum er trotz seines Status als Stilikone auf Hawaii-Hemden steht und warum sein Song mal peinlicherweise in einem Stripclub gelaufen ist.

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Wie sich ein cooler Jungstar benimmt, kann man an diesem grauen Tag in einem Berliner Hotel beobachten. Bruno Mars, 27, beklagt sich darüber, dass man ihm während des Interviewtages zu wenig Pausen gönnt. Der gebürtige Hawaiianer versteckt seine Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille, und sein charmantes Lächeln setzt der Sänger nur selten auf. Eher wirkt er distanziert, als er über sich und sein zweites Album „Unorthodox Jukebox“ spricht, das Pop mit Elektro-Beats oder auch Reggae vereinigt.

Mr. Mars, warum tragen Sie fast immer einen Hut?
Weil meine Haare lockig und widerspenstig sind. Mit einer Kopfbedeckung kann ich sie am besten bändigen.

Unter ihren jungen Anhängern gelten als Stilikone. Gibt es jemanden, der Ihren Look beeinflusst hat?
Die alten Hollywood-Stars verstanden es, sich gut zu kleiden. Von ihnen habe ich mir ein bisschen abgeguckt. Ansonsten kaufe ich einfach das, was mir gefällt.

In Ihrem Kleiderschrank gibt es sicherlich keine geblümten Hawaii-Hemden.
Wissen Sie was: Die finde ich cool, darum besitze ich tatsächlich ein paar.

Das hätte ich nicht gedacht. Surfen Sie eigentlich auch?
Klar, als Jugendlicher habe ich das gemacht. Aber Musik stand bei mir immer an erster Stelle. Ich bin ja schon als Vierjähriger in der Show meines Vaters aufgetreten. Er ist selber Musiker, vor allem Doo-Wop und Rock'n'Roll aus den Fünfzigern haben es ihm angetan. Auch Motown mag er. Deshalb hat er mich an all diese Genres herangeführt.

Singt mittlerweile im Fernsehen statt in Kneipen: Bruno Mars.Foto: REUTERS

Trotzdem sind Sie mit 17 Jahren nach Los Angeles gezogen.
Ich wollte mir dort meinen Traum verwirklichen und ein Album aufnehmen.

Hatten Sie damals einen Plan B?
Nein. Wenn es mit der eigenen CD nicht geklappt hätte, wäre ich wahrscheinlich in einem Restaurant aufgetreten. Als Sänger hätte ich auf jeden Fall gearbeitet – ich kann ja nichts anderes.

Mit Ihrem Debüt „Doo-Woops & Hooligans“ gelang Ihnen 2010 der Durchbruch. Wie hat sich Ihr Leben dadurch verändert?
Ich musste mich an eine völlig neue Form der Unterhaltung gewöhnen. Plötzlich sang ich meine Lieder im Fernsehen, statt in Bars. Es war der Wahnsinn!

Und Sie verdienten viel Geld. Was haben Sie sich zuallererst gegönnt?
Ich habe meiner Mutter ein Haus auf Hawaii gekauft. Für mich selbst erstand ich einen Cadillac mit elektrischen Fensterhebern. Mein Vater hatte mir immer von so einem Wagen vorgeschwärmt. Er sagte: ‚Junge, wenn du dir dieses Auto leisten kannst, weißt du, dass du es geschafft hast‘.

"Marry You" ist das Ergebnis einer Blödelei

Unter anderem hat „Marry You“ dazu beigetragen. Jetzt machen Männer mit diesem Stück ihren Freundinnen einen Heiratsantrag.
Ich hätte niemals gedacht, dass diese Nummer für einige Menschen ein Soundtrack fürs Leben werden würde. Schließlich ist sie das Ergebnis einer Blödelei. Wir haben uns im Studio ausgemalt, wie es wohl wäre, sich in Las Vegas völlig betrunken das Jawort zu geben.



Das klingt nicht sehr romantisch. Wie stellen Sie sich Ihre Hochzeit vor?
Keine Ahnung. Vielleicht heirate ich mal irgendwo auf einem Berggipfel.

Wünschen Sie sich Kinder?
Ja. Im Moment habe ich allerdings gar keine Zeit, über eine Familie nachzudenken. Ich bin ständig unterwegs. Dabei käme mein Nachwuchs zu kurz. Das will ich nicht. Ich möchte für meine Kleinen da sein und wirklich mitbekommen, wie sie aufwachsen.

Kann ein Workaholic wie Sie überhaupt kürzertreten?
Es stimmt: Mir fällt es schwer, abzuschalten. Sogar zu Hause kreisen meine Gedanken oft um meine Songs. Ich will jede Idee festhalten.

In den Texten Ihrer zweiten CD „Unorthodox Jukebox“ gibt es keine Tabus. Zum Beispiel singen Sie in dem Lied „Gorilla“ über Sex, Drogen und Alkohol.
Na, und? Hey, ich habe keine Lust, mir als Musiker Grenzen aufzuerlegen. Mal singe ich ein Liebeslied, mal wird es in einer Nummer obszön – ich lasse alles zu.

"Ich war ein Hooligan"

Es heißt, ein Abend in einem Stripclub habe Sie zu dem Stück „Money Make Her Smile“ animiert.
Nach einer Show in Paris bin ich in einem Stripclub gelandet. Als der DJ das herausgefunden hat, sagte er durch: ‚Bruno Mars ist hier.‘ Doch damit nicht genug. Er spielte auch noch „Just The Way You Are“, und das arme Mädchen musste dazu tanzen. Das ging gar nicht, weil dieser Titel einfach nicht in diese Umgebung passte. Deswegen habe ich „Money Make Her Smile“ geschrieben...

...das Sie bei Ihrem nächsten Besuch in so einem Etablissement hören wollen?

Ja. Hoffentlich legt dann niemand „Just The Way You Are“ auf.

Mit Ihrem Hit haben Sie bei vielen Frauen gepunktet. Galten Sie schon in der Schule als Mädchenschwarm?
Ich war ein Hooligan, der dauernd Ärger machte. Okay, ich habe gerade etwas übertrieben. Die Wahrheit ist: Ich habe das frühe Aufstehen gehasst, bin im Unterricht oft abgeschweift und stand mit den Hausaufgaben auf Kriegspfad.

Das Interview führte Dagmar Leischow.

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