Der deutsche Modezar Karl Lagerfeld hat das Finale seiner Modeschau für das Luxus-Modehaus Chanel in Paris zu einem Plädoyer für die Homo-Ehe genutzt. Den Abschluss seines Defilees im „Grand Palais“ bildete am Dienstag entsprechend der Tradition ein Brautkleidmodell – in diesem Fall waren es aber zwei Mannequins, die Hand in Hand in weißen Roben mit Schärpen über den Laufsteg gingen. Begleitet wurden sie von einem kleinen Jungen.
Hinter den Kulissen bestätigte Lagerfeld, er habe mit den beiden Bräuten das Recht Gleichgeschlechtlicher auf Heirat unterstützen wollen. „Warum können Menschen, die zusammenleben, nicht den gleichen Status haben wie verheiratete Bürgerliche?“, fragte der Modezar einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge nach dem Defilee. Männer sollten dabei lieber elternlose Kinder adoptieren als Leihmütter zu engagieren. Allerdings erschienen ihm zwei Mütter für ein Kind vorteilhafter als zwei Väter. „Ein Kind ohne Mutter, das ist ein bisschen traurig.“
Die Idee, dass gleichgeschlechtliche Paare „Babys bestellen“, unterstütze er weniger. „Danach bin ich nicht verrückt“, sagte der 79-Jährige. (afp)
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Foto: dpa
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