Der frühere Leibarzt des verstorbenen Popstars Michael Jackson, Conrad Murray, ist der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Die zwölf Geschworenen gaben ihren Urteilsspruch am Montag in Los Angeles bekannt. Dem 58-jährigen Conrad Murray drohen nun bis zu vier Jahre Haft. Das Strafmaß sollte später verkündet werden. Jackson war im Juni 2009 an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol im Mix mit anderen Medikamenten gestorben.
Die Staatsanwaltschaft dem 58-jährigen Murray vorgeworfen, Jackson im Juni 2009 eine Überdosis des Narkosemittels Propofol gespritzt zu haben. Der Kardiologe soll den Sänger dann entgegen ärztlichen Standards unbeobachtet gelassen und damit seinen Tod mit verursacht haben. Nach Darstellung der Verteidigung griff der Popstar selbst zu der tödlichen Dosis, als sein Arzt nicht im Raum war.
Die zwölf Geschworenen hatten am Freitag ihre Beratungen aufgenommen und am Montagvormittag fortgesetzt. Für die Urteilsfindung verbrachten sie gut acht Stunden hinter geschlossenen Türen. Die sieben Männer und fünf Frauen mussten ein einstimmiges Urteil fällen.
In dem sechswöchigen Prozess hatten 49 Zeugen ausgesagt, darunter Mediziner, Polizisten und frühere Angestellte Jacksons. Murray selbst war nicht in den Zeugenstand getreten. Jacksons Eltern und einige seiner Geschwister waren fast täglich vor Gericht erschienen. Sie hatten anfangs auf eine schwerwiegendere Anklage wegen Mordes gedrängt. Murray nahm das Urteil regungslos zur Kenntnis. Zahlreiche Jackson-Fans, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt hatten, reagierten mit Freudenrufen auf den Urteilsspruch. (AFP/dpa)
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