Staatsoperndirektor Dominique Meyer würdigte Della Casa als herausragende Strauss- und Mozart-Interpretin. Die österreichische Kammersängerin lebte seit langem zurückgezogen in ihrem Schloss in Gottlieben in der Schweiz und mied die Öffentlichkeit.
Della Casa, am 2. Februar 1919 in Burgdorf (Schweiz) geboren, begann mit 15 Jahren eine Gesangsausbildung und debütierte in Puccinis «Madama Butterfly» am Städtetheater Solothurn-Biel. Ihre internationale Karriere startete sie 1947 als Zdenka in der Oper «Arabella» von Richard Strauss bei den Salzburger Festspielen.
Es folgten Auftritte an der Metropolitan Opera in New York, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper und dem Londoner Royal Opera House. An der Wiener Staatsoper, wo sie auch zum Ehrenmitglied ernannt wurde, war sie den Angaben zufolge in mehr als 400 Vorstellungen zu erleben, zuletzt 1973 als Arabella. Aus dem Ruhm machte sie sich zeitlebens wenig und lehnte auch Filmrollen in Hollywood ab. (dpa)
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