Arbeitskleidung wird oft unterschätzt. So ein Fußballspieler macht beispielsweise schon was her, wenn sein Trikot und die kurze Hose gut geschnitten sind. Oft ist es ein weicher Stoff, der im Flutlicht wunderbar glänzt. Beim FC Barcelona haben die Gründer des Klubs vor mehr als hundert Jahren ein dunkles Blau und ein dezentes Rot als Vereinsfarben gewählt, die aktuellen Trikots wirken sehr edel. Überall auf den Bolzplätzen, nicht nur in Spanien, tragen Erwachsene und Kinder diese Trikots. Am liebsten mit dem Schriftzug von Lionel Messi und dessen Rückennummer.
Als der Argentinier in der Schweiz jetzt zum vierten Mal als bester Fußballspieler der Welt geehrt wurde, erschien er allerdings nicht in seiner Sportkleidung, was eindeutig ein Fehler war. Vielleicht war ihm ja langweilig, weil er schon zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet worden ist, jedenfalls trug er ein Sakko, das er bei den italienischen Designern Dolce & Gabbana bestellt hatte. „Ich wollte überraschen“, sagte er.
Lionel Messi ist der beste Fußballer der Welt, doch mit Mode hat er es nicht so. Der Punkt-Anzug mit Fliege von Dolce und Gabana bescherte dem Superstar am Tag nach der Gala viel Spott. Dabei ist Messi nicht der einzige Fußballer mit modischem Fehltritt. Hier der Beweis:
Foto: imago sportfotodienstNun, einen hübschen Mann kann bekanntlich nichts entstellen, aber weiße Punkte auf einer schwarzen Fliege und einem schwarzen Blazer? Pünktchen trugen Männer in den 50er-Jahren, wenn sie sich im Morgenmantel zeigten oder wenn sie eine lustige Krawatte tragen wollten. Clowns im Karneval finden Kostüme mit Punkten auch amüsant.
Aber Männer? Männer, die Vorbilder sind? Werden eines Tages alle Jungs, die jetzt mit Messi-Trikots herumlaufen, auch solche Sakkos tragen wollen? Überall Pünktchen statt Anton? Die Männermode geht gerade einen anderen Weg. Sie ist maskulin, ernsthaft, nicht vergagt. Auf den Laufstegen sind feine Anzüge in dunklen Farben zu sehen, klassisch geschnitten, auch bei Dolce & Gabbana.
Weltweit gibt es eigentlich nur ein Wesen, dem Punkte gut stehen. Das ist das Sams mit seinen Wunschpunkten im Gesicht. Aber als modisches Vorbild ist es auch nicht geeignet. Weil ihm bei der Anprobe alle Anzüge platzten, wählte es einen Taucheranzug.
Lionel Messi (Argentinien/FC Barcelona): Er dribbelt, er täuscht, er trifft und er trickst, als spiele er an der Playstation mit dem Rest der Welt. Mit Superlativen überhäuft. Zurecht. Der Weltfußballer der Jahre 2009, 2010 und 2011 holt auch 2012 den goldenen Ball. Obwohl die Konkurrenz groß war.
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