Der Leichnam von Whitney Houston ist in einem Privatflugzeug von Los Angeles nach Newark überführt worden. In ihrem Geburtsort im US-Staat New Jersey soll die verstorbene Popsängerin am Samstag beigesetzt werden. Familie und Freunde von Whitney Houston werden sich in einer kleinen Baptistenkirche von Whitney Houston verabschieden. Das teilte das beauftragte Bestattungsunternehmen mit. Viele Familienmitglieder gehörten dem Chor der Kirche an - auch Whitney Houston sang hier, schon seit ihrer Kindheit.
Zuvor hatten US-Medien berichtet, die Familie der Popdiva plane eine gigantischen Trauerfeier in einer Sport- und Musikarena. Auf einer elektronischen Anzeigetafel außerhalb der Sportarena ist seit Montagnacht ein Bild Houstons zu sehen. New Jerseys größte Zeitung „The Star Ledger“ forderte Gouverneur Chris Christie auf, aus Anlass von Whitneys Tod Staatstrauer anzuordnen und die Flaggen auf Halbmast setzen zu lassen.
Whitneys Leichnam mit Polizeieskorte eingetroffen
Begleitet von einer Polizeieskorte traf am Montagabend (Ortszeit) ein Leichenwagen bei dem Bestattungsunternehmen Whigham Funeral Home ein, das 2003 die Beerdigung von Houstons Vater ausrichtete. Das Bestattungsunternehmen wollte zunächst nicht bestätigen, dass es mit der Beisetzung betraut wurde. Doch mehrere Polizisten waren vor Ort eingesetzt, ein weißes Zelt wurde am Hintereingang errichtet und zwei opulente goldene Sarkophage standen am Vordereingang. Dutzende Fans hatten sich vor dem Bestattungsinstitut versammelt, spielten Houstons Hits, sangen, zündeten Kerzen an und hofften, einen Blick auf Houstons Sarg zu erhaschen.
Keine Anzeichen von Fremdverschulden
In der New Hope Baptist Church begann die Gesangskarriere von Houston im Kindesalter, ihre Mutter, die Gospelsängerin und Grammy-Gewinnerin Cissy Houston, war dort jahrelang musikalische Leiterin. Ihre Cousine, Sängerin Dionne Warwick, sang ebenfalls in dem Gospelchor. Am Montag legten Fans Blumen, Luftballons und Kerzen für Houston am schmiedeeisernen Zaun der Kirche nieder.
„Sie war eine Inspiration für jeden“, sagte ein Schauspieler, der in der Nachbarschaft aufwuchs und einen Strauß Blumen brachte. Er habe Houston vor Jahren bei einem Auftritt im Performing Arts Center in New Jersey gesehen. „Ich wuchs mit ihrer Musik auf“, erklärte er. Wenn man sie singen gehört habe, habe man gewusst, dass sie etwas ganz Besonderes sei.
Houston war am Samstagnachmittag von einem persönlichen Angestellten in der Badewanne ihres Zimmers im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sie sich unter Wasser befunden und sei offenbar bewusstlos gewesen, teilte der Sprecher der Polizei von Beverly Hills, Mark Rosen, am Montag mit. Mehrere Angestellte hätten die 48-Jährige aus der Badewanne gezogen und das Sicherheitspersonal des Hotels verständigt.
"Der Tod meiner Freundin bricht mir das Herz."
"Keine Worte! Nur Tränen".
"Ich konnte nicht glauben, was da im Fernsehen läuft".
„Whitney Houston!!! O mein Gott“, twitterte „Diddy“ Combs. „Ich kann es nicht glauben. Das ist einer der traurigsten Tage überhaupt.“ Er fühle sich elend.
"Wir verloren eine weitere Legende. Wir werden sie vermissen." (afp, dpa)
„Eine der größten Stimmen aller Zeiten ist von uns gegangen. RIP [Rest in Peace, Ruhe in Frieden].“
Gerichtsmediziner Ed Winter sagte, im Hotelzimmer seien verschreibungspflichtige Medikamente gefunden worden. Es seien allerdings nicht viele gewesen: „Sie haben vermutlich genauso viele Arzneifläschchen in Ihrem Medizinschrank“, sagte er zu Journalisten.
Bislang gibt es nach offiziellen Angaben keine Anzeichen auf Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung. Allerdings wollen die Behörden bis zum Vorliegen der toxikologischen Untersuchungsergebnisse keine mögliche Todesursache ausschließen. Bis die Tests abgeschlossen sind, könnten Wochen vergehen. (dapd)
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