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03. Januar 2013

ZDF-Wettermoderator Elmar Gunsch ist tot : Tief die Stimme, leicht das Fach

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"Wetterfrosch" Elmar Gunsch ist tot. Foto: dpa

Elmar Gunsch war TV-Wettermoderator, Entertainer und „die Stimme“: Wer Gunsch nicht vom Sehen kannte, der kannte zumindest den sonoren Tonfall des Hörbuch-Sprechers. Nun ist der Österreicher tot.

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Frankfurt am Main –  

Wer hätte gedacht, dass Stimmen im Bildmedium Fernsehen so wichtig werden würden? Der Österreicher Elmar Gunsch, 1931 geboren, konnte mit diesem sonoren Wohlklang aus einer simplen Wetteransage ein kleines Hörfeuilleton machen. Zunächst war aber für den Musikstudenten aus Südtirol diese sanfte Bassstimme eher eine Enttäuschung gewesen. Zu wenig Höhen, zu wenig Varianz. Keine guten Bedingungen für die erträumte Karriere als Operettensänger, aber beste Voraussetzung für ein langes Berufsleben als Schauspieler, Entertainer, Hörbuch-Sprecher.
Mit dem Gesangsunterricht hatte er schon als Sechzehnjähriger in Nürnberg begonnen. Ein Theaterwissenschaftsstudium brach er bald ab, als Regieassistent am Wiener Burgtheater kam er nicht so recht weiter. So nahm Elmar Gunsch 1958 das neue Medium Fernsehen ins Visier. Beim ORF wurde er Sprecher.

Als sie in Deutschland ein neues, zweites nationales Fernsehen planten, ließ sich der Österreicher 1961 nach Frankfurt locken. Aber die Gründungspläne des Adenauer-Fernsehens scheiterten am politischen Widerstand. Elmar Gunsch, heimat- und beschäftigungslos, fand beim Hessischen Rundfunk als Sprecher eine Anstellung, als Moderator und Reporter seine Bestimmung und als Privatmensch in Frankfurt seine Wahlheimat. So tief seine Stimme, so leicht war das Fach, das er bediente: Modenschauen, Bunte Abende – und beim ZDF das Wetter von morgen.

Wettervorhersage als liebenswerte Plauderei

Als die Mainzer ihn 1978 dann doch noch engagierten, war der Name Gunsch schon Programm. Seine Ansagen der ZDF-Wettervorhersage zum Wochenende erhob er zu kleinen Plaudereien, die dem Publikum selbst die fiesesten Kaltwetterfronten erträglich machten. Die Zuschauer liebten ihn, das ZDF überantwortete ihm bald größere Abendunterhaltung: In seinen Sendungen „Kabinettstückchen“ und „Wiedersehen macht Freude“ präsentierte er Schmunzelstückchen der Filmgeschichte, mit Carolin Reiber moderierte er ab 1980 die „Lustigen Musikanten.“
Ein früher Wechsel zum Privatfernsehen blieb Episode, bei Sat.1 blieb der populäre Gunsch nur ein gutes Jahr. Danach versilberte er seine Stimme im Radio und wo man ihn sonst noch brauchte: Er sprach Märchenkassetten und moderierte mehr als 500 Johann-Strauss-Abende. Das leichte Musiktheater blieb auch in dieser Lebensphase seine Leidenschaft.

Elmar Gunsch starb, wie gestern bekannt wurde, nach einem Sturz in Frankfurt. In wenigen Tagen wäre er 82 Jahre alt geworden.

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