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Lilien - Darmstadt 98
Spielberichte und Interviews zu den Lilien, News und Hintergründe zu Darmstadt 98.

02. März 2016

Darmstadt - Dortmund: BVB macht Boden gut

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Ausnahmsweise Arbeit für Dortmunds Torwart Weidenfeller. Der Darmstädter Vrancic scheitert.  Foto: dpa

Obwohl Borussia Dortmund etliche Leistungsträger schont, fährt der Bundesliga-Zweite auf dem zerfurchten Rasen am Böllenfalltor einen verdienten Sieg ein. Nach der Heimniederlage stecken die Lilien mitten im Abstiegskampf.

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Dirk Schuster hatte es vorher geahnt. Die riesige Herausforderung gegen den „besten Tabellenzweiten Europas“ könnte möglicherweise für den SV Darmstadt 98 zu schwierig werden. Der Trainer der bislang so tapferen Lilien sollte Recht behalten: Obwohl Borussia Dortmund im Hinblick auf das Topspiel gegen den FC Bayern etliche Leistungsträger schonte, fuhr der Bundesliga-Zweite auf dem zerfurchten Rasen am Böllenfalltor einen mühsamen, aber verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg ein. Für den Aufsteiger gibt es indes auch keinen Grund, sich lange zu ärgern: Die Lilien verkauften sich teuer, mussten sich aber nach Toren von Adrian Ramos (38.) und Erik Durm (53.) geschlagen geben.

„Dortmund ist nicht der Maßstab“, sagte Flügelmann Konstantin Rausch, „sie sind eine Mannschaft, die 90 Minuten ihr Spiel durchzieht.“ Und deswegen blieb es bei der chronischen Heimschwäche der Schuster-Elf, die daheim mickrige sieben Zähler verbucht hat. Ein Grund, warum die Südhessen nun wohl doch noch mitten in den Abstiegskampf geraten. „Wir wussten immer, dass es eng werden kann“, sagte Kapitän Aytac Sulu. „Wir müssen weiter nur auf uns schauen.“ Rausch hält es für wichtig, „dass wir wieder einen Tick mutiger spielen.“ Der Aufsteiger wird nun wohl doch bis zum Schluss zittern müssen – Schuster hatte auch nie etwas anderes behauptet.

Auch gegen Mainz wird es nicht leicht

Kollege Thomas Tuchel hatte drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg gegen die TSG Hoffenheim in viel größerem Stil rotieren lassen als gedacht. Aus der Anfangself vom vergangenen Sonntag fanden sich nur drei Akteure wieder. Stammspieler wie Roman Bürki, Lukasz Piszczek und Marco Reus durften ganz zu Hause bleiben – bei letzterem sei es wegen gereizter Adduktoren und der schlechten Platzverhältnisse um „gezielte Belastungssteuerung“ gegangen, hieß es bei den Gästen. Klares Signal: Für die Schwarz-Gelben sind die nächsten Partien – erst gegen die Bayern, dann das Europa-League-Achtelfinale gegen die Tottenham Hotspurs – weitaus bedeutsamer.

Und während auch Henrik Mkhitaryan oder Marcel Schmelzer nur auf der Bank hockten, durfte sich das erst 17-jährige Eigengewächs Felix Passlack zum allerersten Male in der Bundesliga bewähren, wobei das Toptalent seine Befähigung selten zeigen konnte. Denn es entwickelte sich zunächst ein reines Kampfspiel, in dem der BVB selten einmal sein gewohntes Pass- und Positionsspiel aufziehen konnte. Bei gegnerischem Ballbesitz verteidigte Darmstadt sogar mit einer Sechserkette, weil sich beide Flügelstürmer – rechts Marcel Heller und links Rausch – bis auf Höhe der Abwehrreihe zurückfallen ließen. Gegen diesen blau-weißen Sperrgürtel fiel dem Favoriten meistens wenig ein. Doch nach Flanke von Gonzalo Castro scheiterte der bis dahin abgemeldete Pierre-Emerick Aubameyang noch am gut reagierenden Christian Mathenia, aber gegen den Abstauber des Kolumbianer Ramos war der tüchtige Torwart machtlos. Nach einer weiteren Chance von Aubameyang war dann der aufgerückte Linksverteidiger Durm so frei, die Kugel nach Klassepass von Castro zum zweiten Male zu versenken. Damit war den widerspenstigen Hausherren der Zahn gezogen, zumal Jerome Gondorf die große Chance zum Anschlusstreffer vergab (60.).

Während sich Dortmund auf bessere Gegner und bessere Plätze freuen darf, kann Darmstadt zumindest für sich in Anspruch nehmen, die ungleichen Duelle gegen die beiden Liga-Giganten hinter sich zu haben. Kommenden Sonntag geht es zum FSV Mainz 05, was aktuell allerdings auch keine leichte Aufgabe ist. Und Schuster sagt ja ohnehin: „Für uns gibt es keine leichten Gegner.“ Es werde bis zum Saisonende, wenn die etablierten Erstligisten zum letzten Rettungsmittel greifen, „riesenschwierig.“ Denn: „Wir bleiben in jedem Spiel die Lernenden.“

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