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Literatur

27. September 2012

„Ein plötzlicher Todesfall“: Ansturm auf Rowling-Buch bleibt aus

Kein Ladenhüter, aber auch (noch) kein Bestseller: Das neue Buch „Ein plötzlicher Todesfall“ von Joanne K. Rowling.  Foto: dapd

Das Interesse an J.K. Rowlings neuem Buch scheint sich in Grenzen zu halten. Der erwartete Ansturm auf die Buchläden und den ersten Erwachsenenroman der "Harry Potter"-Erfinderin bleibt aus. Ein Bestseller wird das Buch trotzdem.

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Das Geheimhaltungs-Konzept des Carlsen Verlags war offenbar nicht aufgegangen: Der erwartete große Run auf "Ein plötzlicher Todesfall" ist am ersten Verkaufstag von Rowlings neuem Buch ausgeblieben. Anders als am Erstverkaufstag der "Harry Potter"-Bände bildeten sich am Donnerstagmorgen keine Schlangen vor den Buchläden.

Dennoch platzierten viele Läden den Roman prominent im Eingangsbereich, Exemplare des Rowling-Romans seien in großer Stückzahl geordert. Schuld am verhaltenen Interesse sei auch der Regen, hieß es von Seiten der Händler - viele Kunden würden bei dem schlechten Wetter schlicht nicht gerne vor die Tür gehen, geschweige denn im Regen vor den Buchläden warten. Doch auch wenn der Verkaufsstart eher verhalten anlief – mit einer Million vorab bestellten Exemplaren ist das Werk jetzt schon ein weltweiter Bestseller. Bei dem Ranking der beliebtesten Bücher des Online-Händlers Amazon lag Rowlings Werk in den USA am Donnerstag auf Platz 1, in den deutschen Charts auf Platz 4. Ein Sprecher des Großbuchhändlers Hugendubel sagte, er gehe davon aus, dass der Roman einer der stärksten Titel dieses Herbstes werde.

Viel Hype um den neuen Roman der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Foto: David Cheskin
Viel Hype um den neuen Roman der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Foto: David Cheskin

Fünf Jahre nach dem letzten "Harry Potter"-Band ist am Donnerstag das erste Erwachsenen-Buch von Rowling erschienen, gleichzeitig in Großbritannien, den USA und Deutschland. In Frankreich wird das 600 Seiten-Werk ab Freitag verkauft.

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Der sozialkritische Roman spielt in einer englischen Kleinstadt, in der es nach dem Tod eines Kommunalpolitikers zu heftigem Streit kommt. Vor der Erscheinung hatte der Verlag ein großes Geheimnis um den Inhalt des Romans gemacht - wegen der strengen Auflagen durften die Bücher erst um 9.00 Uhr überhaupt ausgepackt werden dürfen. Daher hätten die Verkäufer das Buch erst einmal selbst querlesen müssen, um ihren Kunden wenigstens eine kleine Einschätzung geben zu können.

Carlsen hofft auf den "Rowling-Effekt"

Der Carlsen Verlag hofft auf einen zusätzlichen Umsatz von zehn Millionen Euro durch den Verkauf des neuen Romans von Joanne K. Rowling. "Ohne das Buch gehen wir im laufenden Jahr von einem Umsatz von gut 50 Millionen Euro aus", sagte Geschäftsführer Joachim Kaufmann laut einer am Donnerstag veröffentlichten Vorabmeldung der "Wirtschaftswoche". "Was da noch hinzukommt, ist der Rowling-Effekt: Das könnten durchaus zehn Millionen Euro oder mehr sein."
"Ein plötzlicher Todesfall" ist in Deutschland mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren an den Start gegangen. Der Verlag will mindestens das Doppelte verkaufen: Würden es nur 200.000 Stück, "wäre das nicht so schön", sagte Kaufmann.

Die sieben "Harry Potter"-Bände haben inzwischen eine Auflage von mehr als 450 Millionen Exemplaren weltweit erreicht. (dpa, afp, dapd)

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