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Löwen Frankfurt
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11. Januar 2013

Löwen: Derbysieg für die Löwen

 Von Sebastian Rieth
Warum die ganze Aufregung? Löwen-Trainer Gentges.  Foto: Storch

Die Löwen Frankfurt siegen gegen Bad Nauheim in einem packenden Derby 4:2 und sind jetzt Tabellenführer

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Kurz vor Spielbeginn klopfte der Boss persönlich an der Kabinentür. Während die Fans die Eissporthalle am Ratsweg bereits zum Brodeln brachten und der ohrenbetäubende Lärm durch die dicken Betonwände wie ein dumpfer Bass zu den Spielern drang, zog Stefan Krämer auch das letzte Register. 5 000 Euro wolle er für einen Derbysieg gegen den EC Bad Nauheim locker machen, verriet der Geschäftsführer der Löwen Frankfurt seinen Angestellten. Vielleicht war es der finale Kick, der am Ende tatsächlich den Unterschied zwischen zwei fast ebenbürtigen Teams machte. Die Löwen siegten 4:2 (1:1, 0:0, 3:1) und entrissen dem Rivalen die Tabellenführung in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West.

Trash-Talk vor der Partie

Ansporn gab es vor der Partie genug. Bad Nauheims Trainer Frank Carnevale hatte sich in der Wortwahl vergriffen und getönt, man wolle Frankfurt in den Hintern treten, sie zum Weinen bringen. Zu Lanny Gare, der im Sommer nach vier Jahren seine Zelte in der Kurstadt abgebrochen hatte und mittlerweile am Main angekommen ist, sagte der Kanadier barsch: „Er hat den Fans in Bad Nauheim quasi ins Gesicht gespuckt.“ Auch wenn Trash-Talk zum Eishockey-Geschäft gehört wie die Hartgummischeibe: Das war dann wohl doch eine Schublade zu tief – und Motivation für die Löwen. Deren Trainer Frank Gentges hing den Wortlaut groß an der Kabinenwand auf. Krämer schimpfte: „Das ist nicht unser Niveau.“ Er hatte sich bereits bei Bad Nauheims Gesellschafter Wolfang Kurz über Carnevales Äußerungen beschwert.

Ein Derby wie es im Buche steht

Die Spieler trugen ihre Feindseligkeiten lieber auf dem Eis aus: Rasante Tempowechsel, knackige Zweikämpfe und eine zünftige Massenschlägerei in der ersten Drittelpause – es war ein Derby, wie es im Buche steht. Die Löwen waren spielerisch stärker, schneller auf den Kufen, hatten die größeren Chancen, ließen diese aber fast schon fahrlässig liegen. Wenn sie dann einmal den Weg vorbei an Thomas Ower fanden – wie Branislav Pohanka nach elf und Nils Liesegang in Unterzahl nach 44 Minuten – dauerte es nicht lange und die Gäste schlugen zurück. Eddy Rinke und Patrick Strauch glichen die Partie jeweils wieder aus. Nur auf die Treffer von Pohanka (55.) und Norman Martens (60.) zum 4:2 ins leere Tor fanden sie keine Antwort. Der Jubel auf Frankfurter Seite war deshalb groß – und geweint hat dort niemand. Noch nicht einmal Stefan Krämer. Die 5 000 Euro wird er gerne in die Mannschaftskasse zahlen.

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