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Löwen Frankfurt
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01. Oktober 2012

Löwen Frankfurt: "Bepöbelt und bespuckt"

 Von Sebastian Rieth
Löwen-Trainer Frank Gentges und die Flasche des Anstoßes.  Foto: Huebner/Scheiber

Beim Derby zwischen Löwen Frankfurt und Bad Nauheim kochen die Emotionen über. Auch die Trainer beider Eishockey-Oberligisten geraten aneinander. Am Tag danach bemühen sich beide Klubs um Sachlichkeit. Bad Nauheim zieht Konsequenzen.

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Beim Derby zwischen Löwen Frankfurt und Bad Nauheim kochen die Emotionen über. Auch die Trainer beider Eishockey-Oberligisten geraten aneinander. Am Tag danach bemühen sich beide Klubs um Sachlichkeit. Bad Nauheim zieht Konsequenzen.

Eine angekratzte Stimme und ein ständiger Hustenreiz sind bei Frank Gentges geblieben, ansonsten geht es dem Trainer der Löwen Frankfurt am Tag nach diesen wahnsinnig packenden 63 Minuten im Derby der Eishockey-Oberliga West recht gut. Doch das hätte auch anders kommen können, wenn man den Ausführungen des 47-Jährigen glaubt.

Nachdem Branislav Pohanka in der Verlängerung das Siegtor zum 4:3 gelang und die Frankfurter damit nach vier Pleiten infolge erstmals den Lokalrivalen aus Bad Nauheim bezwungen hatten, sei eine Glasflasche nur knapp an seinem Kopf vorbeigerauscht. „Wenn mir das Ding ins Gesicht fliegt, ist alles weg“, erzählte Gentges. Danach sei er noch von Gegenständen im Nacken getroffen worden. „Sie haben uns mit Bier übergossen, uns bepöbelt und bespuckt.“

Trainer geraten aneinander


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Der Kurpark kochte in der Tat an diesem denkwürdigen Sonntag Abend: Gentges tobte vor dem Fanblock der Roten Teufel, Becher und Feuerzeuge flogen aufs Eis. „Jetzt weiß ich, wie die Derbys hier bei euch sind“, sagte der Trainer. Ihm ist aber auch klar: „Wenn man gewinnt, bekommt man Hass. Wenn man verliert, bekommt man Mitleid.“ Letzteres kann wohl niemand gebrauchen.

Schon in der zweiten Drittelpause war Gentges mit seinem Trainerkollegen Frank Carnevale aneinander geraten, weil sich der Kanadier vehement bei den Schiedsrichtern beschwerte und der Frankfurter Coach das so nicht durchgehen lassen wollte. Carnevale habe ihn daraufhin beschimpft. Gentges erklärt: „Ich habe ihm gesagt, dass wir unser Problem wie richtige Männer austragen.“ Bevor es zu Handgreiflichkeiten kam, hatte sich EC-Stürmer Chris Stanley bereits zwischen die beiden Streithähne gestellt. „Cool down, Coaches“, sagte der Kanadier.

Bei all den Vorfällen, die im Spielberichtsbogen festgehalten wurden und für die die Roten Teufel wohl eine Geldstrafe erhalten werden, muss differenziert werden. Beschimpfungen, Beleidigungen und vielleicht auch die ein oder andere Schubserei – zu einem Eishockeyspiel und erst recht zu einem Derby gehört das dazu. Auch wenn es für manchen Außenstehenden befremdlich erscheinen mag.

Hausverbot für Fan

„Das sind die Emotionen“, sagte Frankfurts Sportlicher Leiter Michael Bresagk. „Aber dass dann Gegenstände fliegen, ist ein Unding.“ Der Bad Nauheimer Geschäftsführer Andreas Ortwein ist da ganz auf Bresagks Seite. Am Montagmorgen führte er mit ihm ein langes Gespräch, nachdem er sich nachts fünfmal die Videoaufzeichnungen angesehen hatte. „Es gibt immer zwei, drei Idioten – egal in welchem Stadion“, sagte er. „Das Werfen von Gegenständen werden wir nicht tolerieren.“ Ein Fan wurde schon ausfindig gemacht. Ihm wird ein Hausverbot erteilt.

Ansonsten sind beide Lager aber um Sachlichkeit bemüht. Zwar merkte Carnevale auf der Pressekonferenz an, dass man ihn lieber erschießen solle, bevor er sich in des Gegners Arena derart feiern ließe, wie dies die Frankfurter nach dem Abpfiff taten. Ortwein sieht es aber gelassen: „Das gehört doch dazu“, beschwichtige er.

Beide Lager verstehen sich gut, das wolle man sich nicht kaputt machen lassen. In der Tat ist es schon erstaunlich, dass es bei einem solch brisanten Duell zu keinen von der Polizei festgestellten Zwischenfällen kam – obwohl beide Fanlager direkt nebeneinander standen.

Nur einen halben Meter trennten die 800 Löwen-Anhänger von denen der Roten Teufel. In jedem Fußballstadion dieser Welt würde das wahrscheinlich zu schlimmsten Ausschreitungen führen. Zwischen Bad Nauheim und Frankfurt blieb alles friedlich. Darauf sollten beide Seiten stolz sein und sich auf die nächsten Derbys freuen. „Vielleicht“, hofft Ortwein, „werden es ja nicht nur vier.“ Gegen ein Wiedersehen in den Playoffs hätte niemand etwas einzuwenden.

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