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Löwen Frankfurt
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19. Oktober 2012

Löwen Frankfurt: Ein halber Rücktritt

 Von Sebastian Rieth
Nicht mehr Sportlicher Leiter der Löwen: Michael Bresagk.  Foto: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Michael Bresagk, das Gesicht des Frankfurter Eishockeys, zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Mehrere Gründe spielten eine Rolle, die Konstellation mit Trainer Gentges gab ihm aber augenscheinlich den Rest.

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Michael Bresagk, das Gesicht des Frankfurter Eishockeys, zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Mehrere Gründe spielten eine Rolle, die Konstellation mit Trainer Gentges gab ihm aber augenscheinlich den Rest.

Als man am späten Mittwochabend im kleinen Führungskreis der Löwen Frankfurt zusammensaß, wird so mancher Blick aus dem Konferenzraum hinaus, über das Eis auf diese kleine Bar mit dem passenden Namen „Cool Running“ gewandert sein. Dahin, wo im Spätsommer 2010 alles begonnen hatte, wo sich die Männer der ersten Stunde trafen, um dem nach der Insolvenz der Lions in Schutt und Asche liegenden Frankfurter Eishockey wieder Leben einzuhauchen.

Doch zwei Jahre später ist einer nicht mehr mit dabei. Zumindest operativ. Michael Bresagk, der als ehemaliger Nationalspieler und Mitglied der Meistermannschaft von 2004 das Gesicht der neuen Löwen gewesen ist, hat am Montag intern seinen Rücktritt vom Posten des Sportlichen Leiters erklärt.

Nach der Sitzung am Mittwoch wurde Trainer Frank Gentges informiert, am Donnerstag erfuhr es die Öffentlichkeit. Zwar wird der 42-Jährige weiterhin neben Geschäftsführer Stefan Krämer und Marketingfachmann Andreas Stracke einer der drei Gesellschafter bleiben, mit dem aktuellen Tagesgeschäft hat er aber nichts mehr zu tun.

Krämer bleibt der starke Mann

Offiziell begründet Bresagk den Rückzug mit seinem Sportmanagement-Studium, das er endlich abschließen möchte. „Ich will meinen Horizont erweitern“, sagt er und weiß aber auch, dass gerade diese Aussagen den Spekulationen Tür und Tor öffnen. Bresagk schränkt ein: „Mit dem Trainer hat das überhaupt nichts zu tun.“ Das sei an den Haaren herbei gezogen.

Zuletzt machten sich der Cottbuser und Gentges in der FR gegenseitig Vorwürfe. „Es wäre besser gewesen, sie hätten beide den Mund gehalten. Ich musste regulierend eingreifen“, blickt Krämer zurück. Von einem zerrütteten Verhältnis will trotz der vielen Reibungspunkte aber niemand etwas wissen. Auch nicht der Coach. „Im Eishockeysport gibt es keinen Schmusekurs“, sagt Gentges und deutet auf seine Trainerkabine. „Dort sind wir offen miteinander umgegangen.“

Es war wohl ein Sammelsurium an kleinen Mosaiksteinchen, was Bresagk zu seinem Schritt veranlasste. Die erste und die nun angebrochene Oberliga-Spielzeit überstand der Manager-Novize nicht ohne Fehler. Die Mannschaft der vergangenen Saison war nicht gut zusammengestellt, am Ex-Trainer Clayton Beddoes hielt Bresagk viel zu lange fest. „Aber ich habe ihm nie einen Vorwurf gemacht. Ich bin nicht der Mensch, der mit dem Finger auf andere deutet“, sagt Krämer.

Intern und extern in der Kritik

Das sei auch nicht geschehen, als gesperrte Spieler zum Einsatz kamen oder der Vertrag mit Betreuer Ralf Neiß , der gestern kurz in der Halle war, nicht verlängert wurde. Bresagk, der ohne Zweifel viel für den Klub leistete und dessen Trikot die Fans sogar unters Hallendach hängen wollten, geriet intern wie extern in die Kritik. Die Konstellation mit dem Alphatier Gentges an seiner Seite gab ihm augenscheinlich den Rest.

„Sicher“, sagt Krämer, „ist unter dem Strich eine gewisse Frustration bei ihm drin gewesen.“ Man habe noch versucht, ihn vom „falschen Weg“ abzubringen – doch die Entscheidung des Mannes mit der unverkennbaren Lockenfrisur stand. Ob er noch einmal in das operative Geschäft zurückkehrt? „Das bleibt abzuwarten“, sagt Bresagk.

Interesse am NHL-Profi Greiss

Nun gilt sein überraschender Rücktritt sicher ein mittleres Erdbeben am Ratsweg, aber es ist keine Erschütterung, die den Verein aus seinen Angeln hebt. Die Mannschaft steht ungeschlagen an der Tabellenspitze, und in der Geschäftsführung gibt es genügend fähige Personen. Krämer wird wie bisher die finalen Entscheidungen treffen, Gentges ihm fortan Spieler zur Verpflichtung empfehlen.

Was der Coach von der neuen Situation hält? Lapidare Antwort: „Ich habe Michael Bresagk weder eingestellt, noch rausgeworfen. Ich bin hier nur der Arbeitnehmer.“ Aktuell ist er auf der Suche nach einem Ersatz für den verletzten Torhüter Boris Ackers. An Thomas Greiss von den San Jose Sharks habe man Interesse gehabt, seine Frau wollte aber während des NHL-Lockout lieber in Amerika bleiben.

Das wäre eigentlich die Aufgabe Bresagks gewesen. Doch Krämer ist sich sicher, auch weiterhin auf dessen Rat bauen zu können. „Schließlich ist Michael ja nicht aus der Welt.“ Er sitzt bei den „Cool Runnings“ nur nicht mehr in vorderster Front.

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