Dass es für die Eishockey-Oberligaspieler der Löwen Frankfurt in dieser Saison keinen Kuschelkurs geben würde, hatte man schon mit der Verpflichtung von Frank Gentges verdeutlicht.
Nach dem dürftigen Auftritt in Krefeld am Freitagabend (5:4-Sieg nach Penaltyschießen) greift der neue Trainer nun erstmals durch: Zwei Neuzugänge, die aus der zweiten Liga kamen, sollen den Verein wieder verlassen. Um wen es sich dabei handelt, ließ Gentges offen. Schließlich wolle er sie für ihre neuen Arbeitgeber nicht ruinieren, dafür sind die an sie gerichteten Worte umso deutlicher. „Der eine versucht, mit Eishockey sein Studium zu finanzieren und der andere weint nur rum. Wir sind doch kein Mädchenpensionat“, sagt Gentges hörbar angefressen.
Schon bei der Verpflichtung des Duos habe Gentges seine Zweifel gehabt, die lasche Einstellung kann ihn nun nicht überraschen. „Unsere teuersten Spieler zeigen die schlechtesten Leistungen.“
Hoch sind die Ziele der Löwen Frankfurt für die Saison 2012/13. Viele neue Spieler kamen, einige Leistungsträger wurden gehalten. FR-Online stellt das neuformierte Team des Eishockey-Oberligisten vor.
Foto: JAN HUEBNERBis auf Kapitän Peter Baumgarnter seien sämtliche Neuzugänge des Sommers, die aus der zweiten Liga an den Main kamen, „eine Katastrophe. Das sind Jammerlappen.“
Dieses Problem habe sich auf den Rest des Teams abgefärbt. „Die Mannschaft hat keinen Spirit, keinen Charakter“, urteilt Gentges. Dabei seien dem Trainer die Hände gebunden. „Ich kann aus einem Spieler das Optimale herausholen, aber zwei Sachen kann ich ihm nicht geben: Talent und Charakter. Ich bin ja kein Zauberer.“
Wohlgemerkt: Die Löwen sind nach drei Spieltagen noch ungeschlagen. Dass Verteidiger Dennis Dörner den Klub verlassen wird, stand schon vor der Partie in Krefeld fest. Er sondiert derzeit seine Angebote.
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