Auch in der Länderspielpause werkeln die Verantwortlichen der Löwen Frankfurt weiter am eigenen Kader und haben den Junioren-Nationaltorwart Lukas Steinhauer vom DEL-Klub EHC München mit einer Förderlizenz an den Main geholt. Der 20-Jährige soll immer donnerstags zum Training anreisen und sich dann mit Jan Kremer um den Posten der Nummer eins streiten. Damit konnte der Eishockey-Oberligist die Lücke schließen, die Boris Ackers nach seinem Fingerbruch hinterlassen hat. Der eigentliche Stammkeeper wird noch mindestens sechs Wochen fehlen. Außerdem beschlossen die Löwen, den Ende November auslaufenden Vertrag mit dem verletzten Stürmer Jakub Rumpel vorerst nicht zu verlängern und in Danijel Kovacic einen weiteren Torwart zu testen.
Bis in einer anderen Personalie Klarheit herrscht, dürfte es noch ein wenig dauern. Stephan Kreuzmann, Verteidiger der Kassel Huskies, hat ausgerechnet zwei Wochen vor dem Derby seinen Wechselwillen nach Frankfurt bekundet. „Er hat bei mir angerufen“, bestätigt Trainer Frank Gentges, unter dem Kreuzmann drei Jahre in Dortmund spielte. Doch so einfach will ihn Kassel nicht ziehen lassen.
Wenn er zu den Topklubs der Liga wechselt, sei laut Gentges eine „fette Ablöse“ fällig. Stefan Traut, Geschäftsführer der Huskies, bestätigt dies. Schließlich habe man mit der Verpflichtung Kreuzmanns in die Zukunft investiert. „In den bisherigen Spielen hätte ich auch mit einem Mann aus der 1b spielen können“, so Traut. Weil die Löwen allerdings keinen Cent zahlen wollen, hat sich Kreuzmann selbst zwischen die Stühle gesetzt. Seinen Auflösungsvertrag schickte er ohne Unterschrift zurück.
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