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Löwen Frankfurt
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14. Dezember 2012

Löwen Frankfurt: Schlagabtausch mit schlechtem Ende

 Von Sebastian Rieth
Gleich schlägt’s ein: Jakub Rumpel (l.) trifft zum 1:1 für die Frankfurter. Foto: Jan Huebner

Die Löwen Frankfurt müssen sich im Derby den Roten Teufeln Bad Nauheim im Penaltyschießen beugen.

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Ihre Ankündigung sollte sich nicht erfüllen. „Heute wird der Teufel aus der Stadt getrieben“ hatten die Fans der Löwen Frankfurt vor dem Derby auf ein großes Transparent in der mit 6900 Zuschauern fast ausverkauften Eissporthalle gepinselt. Obwohl ihre Mannschaft zweimal führte, nahmen die Roten Teufel Bad Nauheim den Sieg mit nach Hause und verteidigten im Gipfeltreffen der Eishockey-Oberliga West die Tabellenführung. Die Löwen bleiben nach der 4:5 (1:1, 2:2, 1:1, 0:1)-Niederlage Zweiter, ihre Chancen auf die Meisterschaft haben sich fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde allerdings verringert. Die Entscheidung im Duell der Lokalrivalen sollte erst im Penaltyschießen fallen. Den entscheidenden Versuch für Bad Nauheim verwandelte Daniel Oppolzer.

Umstrittene Unterzahl

Die Gäste hatten ohnehin den besseren Start erwischt, suchten zielstrebiger den Weg auf das gegnerische Tor und gingen durch Konstantin Firsanov in Führung (4.). Das hatte sich angedeutet. Die Löwen brauchten eine Weile, bis sie ihr gewohntes Tempospiel aufzogen. Als die Maschine aber ins Rollen kam, gaben sie einen Schuss nach dem anderen auf das Gästetor. Jakub Rumpel war der erste, der die Lücke fand. Er lauerte an der Bande auf den Scheibenverlust, nahm den Puck vier, fünf Meter mit und schloss dann zum 1:1 ab (11.).

Ausgerechnet Rumpel. Dass der Slowake überhaupt auflief, war die große Überraschung des Abends. Sieben Wochen lang fehlte er wegen eines Innenbandanrisses. Weil bei einer ärztlichen Untersuchung zudem festgestellt wurde, dass er in einem Knie gar kein Kreuzband besitzt, nahmen die Löwen nach Auslaufen seines Probevertrags zunächst von einer Verlängerung Abstand.

Nun die Wende. Rumpel ist wieder fit, bekam wenige Stunden vor dem Derby ein neues Arbeitspapier bis zum Saisonende in die Hände gedrückt und rechtfertigte das Vertrauen gleich mit einem Treffer. Da nur zwei Ausländer eingesetzt werden dürfen, saß der Kanadier Lance Monych auf der Tribüne. „Er kann den Kampf annehmen oder sich einen neuen Verein suchen“, sagte Löwen-Trainer Frank Gentges. Sollte der Stürmer den Klub verlassen, werde man noch einen ausländischen Verteidiger verpflichten.

Es war ein Derby mit Haken und Ösen, mehrmals hatten sich die Spieler am Kragen. Für den nächsten spielerischen Knalleffekt sorgte Nils Liesegang. Sein Schuss landete zur 2:1-Führung für die Löwen im Netz – da waren gerade einmal 31 Sekunden im Mittelabschnitt gespielt. Die Partie ging in ihrem Verlauf ständig hin und her, es war ein offener Schlagabtausch, ein spannendes Spitzenspiel zweier starker Mannschaften. Die Gäste aus der Wetterau ließen sich auch von Michael Schmerda, der das zwischenzeitliche 3:2 erzielte, nicht irritieren, sondern glichen durch Harry Lange (33.) und Patrick Strauch (38.) zweimal aus.

Wenn es so eng zugeht, entscheiden Kleinigkeiten. Nach einer umstrittenen Matchstrafe gegen Schmerda spielten die Löwen fünf Minuten lang in Unterzahl und kassierten prompt das 3:4 durch Michael Schreiber (41.). Aber wieder schlug das Pendel nicht aus, sondern Frankfurt zurück. Branislav Pohanka traf in doppelter Überzahl zum erneuten Ausgleich. Die Revanche für die Niederlage im Hinspiel sollte den Roten Teufeln erst im Penaltyschießen glücken.

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