Nicht nur in der DEL herrscht heillose Verwirrung um die Zukunft der Frankfurt Lions, auch in Frankfurt selbst und der Fan-Szene der Lions. In diversen Internetforen gehen die Beiträge über Schuldzuweisungen, tiefe Trauer, Verzweiflung bis hin zu Träumen von der Wiederholung des Löwen-Märchens ab 1991. Damals hatte Eintracht Frankfurt sein Eishockey-Bundesligateam im April kurzerhand abgemeldet. Daraufhin hatten sich "Die Löwen" gegründet und waren dank einer unglaublichen Begeisterung im Umfeld - selbst in der 4. Liga kamen pro Spiel mehr als 5000 Zuschauer - direkt in die 1994 gegründete DEL durchmarschiert.
Parallel zum Überlebenskampf der Lions GmbH wird in der Frankfurter Eishockeyszene auch über den "worst case" nachgedacht, den Fall, dass Profi-Eishockey ganz verschwindet. Aktuell gibt es zwei relevante Amateurklubs. Bei Eintracht Frankfurt wird wieder Eishockey gespielt, doch diese Erde ist verbrannt. Der Stammverein der Lions existiert auch noch. Unter dem Namen Young Lions betreibt er, rechtlich unabhängig von der GmbH, Nachwuchsarbeit und schickt ein Amateurteam ins Rennen. Das hat die sportliche Qualifikation für die neu gegründete Oberliga geschafft.
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Das eröffnet den (Young) Lions die Möglichkeit, in die neue West-Gruppe der dritthöchsten Spielklasse aufzurücken, die derzeit nur aus neun Mannschaften besteht. Über Zuwachs aus Frankfurt würden sich die anderen Klubs, darunter die Roten Teufel Bad Nauheim, aber auch andere bekannte Erstligisten wie Duisburg oder Essen, sicher freuen.
Die Zeit drängt. Am heutigen Samstag steht die Ligen- und Termintagung des zuständigen Landesverbands Nordrhein-Westfalen an. Ein Insider sagt: "Wir würden notfalls noch etwas warten, ob die Young Lions noch dazustoßen. Qualifiziert sind sie ja." Hinter den Frankfurter Kulissen wird an einem solchen Notfallplan gearbeitet. Doch offiziell will sich dazu niemand äußern, um die Bemühungen der Lions nicht zu torpedieren.
Eine Oberliga-Saison würde etwa 500.000 Euro kosten, das scheint machbar. Denkbar ist auch, dass der eine oder andere Lions-Verteran dort anträte, bevor er gar keinen Job hat. Auch zu Drittligaspielen würden wohl mindestens 2000 Fans kommen. Eine Wiederholung des Märchens von 1991 ist aber unrealistisch.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EC Bad Nauheim | 79:36 | 36 | ||
| 2 | EV Duisburg | 63:37 | 33 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 78:44 | 29 | ||
| 4 | EHC Dortmund | 68:42 | 28 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 54:51 | 18 | ||
| 6 | Königsborn Bulldogs | 36:79 | 12 | ||
| 7 | Hammer Eisbären | 33:70 | 6 | ||
| 8 | Ratinger Ice Aliens | 36:88 | 6 | ||
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