Einen besseren Auftakt hätte sich auch Michael Bresagk nicht ausmalen können. „Das war schon ganz ordentlich“, sagte der Manager der Löwen Frankfurt bescheiden. Sein Grinsen verriet mehr. Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende ist das Team in die Endrunde der Eishockey-Oberliga West gestartet, der 8:1-Gala über Ratingen folgte gestern Abend ein Arbeitssieg: Mit 3:1 (2:1, 1:0, 0:0) setzten sich die Hessen bei den Hammer Eisbären durch.
Früher Rückstand
Im Maximilianpark mussten die Löwen zunächst jedoch einen Schock verdauen. In der elften Minute hielten sich die Spieler zu lange an einem Wechsel auf und verloren Jiri Svejda aus den Augen. Der 26-jährige Angreifer nutzte die Gunst der Stunde und schoss zur Führung für die Hausherren ein – Erinnerungen an die Partie aus der Hauptrunde wurden wach. Damals hatten sich die Frankfurter in Hamm düpieren lassen und eine empfindliche 3:5-Pleite einstecken müssen, doch diesmal kam alles anders. Nur vier Minuten nach dem Rückstand schlenzte Simon Barg die Hartgummischeibe unhaltbar zum Ausgleich in den Kasten der Gastgeber. Als Kapitän Martin Schweiger nachlegte und die Löwen deshalb mit einer 2:1-Führung in die erste Drittelpause gingen, war kollektives Aufatmen angesagt. Denn immer dann, wenn die Hessen zur ersten Kabinenansprache in Front lagen, gaben sie das Spiel nicht mehr aus der Hand. Dieses Orakel hielt bislang die komplette Saison, da machte Hamm keine Ausnahme.
Gegner fest im Griff
Die Drangphase der Eisbären beschränkte sich auf wenige Minuten im Mitteldrittel, ansonsten hatten die Löwen ihren Gegner fest im Griff. Alexander Althenn nutzte eine von zahlreichen Möglichkeiten in der 31. Minute zum 3:1. Wenn man den Gästen überhaupt etwas vorwerfen konnte, dann ihre schlampige Chancenauswertung. „Am Anfang haben wir uns durch dumme Strafzeiten selbst geschwächt“, sagte Bresagk. „Später sind wir aber immer besser in die Partie gekommen.“
Hinten ließen die Löwen, die auf den gesperrten Verteidiger Christopher Kasten verzichten mussten, nichts mehr anbrennen. Neuzugang Daniel Kunce – in seinem zweiten Spiel nach dem Comeback diesmal mit Daniel Sevo ein Verteidiger-Duo bildend – machte erneut eine gute Figur. „Eishockeyspielen verlernt man eben nicht“, sagte der 40-Jährige, der bislang ausschließlich positive Eindrücke gesammelt hat: „Die Jungs haben spielerisch richtig was drauf.“ Mit dem Doppelerfolg zum Auftakt der Endrunde haben sich die Löwen für die kommenden Aufgaben bestens präpariert. Dann warten mit Kassel am Freitag und Duisburg am Sonntag andere, deutlich schwerere Kaliber.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EC Bad Nauheim | 79:36 | 36 | ||
| 2 | EV Duisburg | 63:37 | 33 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 78:44 | 29 | ||
| 4 | EHC Dortmund | 68:42 | 28 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 54:51 | 18 | ||
| 6 | Königsborn Bulldogs | 36:79 | 12 | ||
| 7 | Hammer Eisbären | 33:70 | 6 | ||
| 8 | Ratinger Ice Aliens | 36:88 | 6 | ||
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