Es waren 55 Sekunden in der Eishockey-Oberligapartie zwischen den Löwen Frankfurt und dem EHC Dortmund, die Stoff für ein ganzes Spiel lieferten. In der 29. Minute hatte Martin Schweiger zum 4:2 für die Hessen getroffen und sich anschließend eine wilde Klopperei mit Gegenspieler Nils Liesegang geliefert. Die Helme ab, und los ging es im Stile zweier Preisboxer. Schweiger hatte dabei gleich doppeltes Pech: Erst schickte ihn Liesegang mit einer satten Rechten aufs Eis, dann gaben die Schiedsrichter seinen Treffer nicht. Weil aber Chris Kasten noch in gleicher Minute nachlegte, durfte sich Schweiger von der Strafbank aus freuen. Seine Löwen siegten am vorletzten Spieltag mit 6:3 (3:1, 2:2, 1:0).
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Die Vorzeichen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während die Löwen nächste Woche in unbedeutsamen Playoffs einen Startplatz im DEB-Pokal ausspielen, ist der Hauptrundenmeister aus Dortmund weiter dick im Geschäft und längst für die Endrunde qualifiziert. Allerdings waren die Löwen – trotz einiger benachteiligenden Schiedsrichter-Entscheidungen – am Freitagabend die reifere Mannschaft. „Wir haben mit viel Geduld gespielt“, lobte Trainer Clayton Beddoes. Für sein Team war es bereits der zweite Saisonsieg über die Elche, aber erst der dritte aus 16 Duellen gegen die Top-Vier, mit denen man sich vor der Saison auf Augenhöhe wähnte, aber schnell feststellen musste, dass man ihnen nur bis zum Bauchnabel reicht.
Gegen Dortmund war von dieser Unterlegenheit nichts zu erkennen. Die Löwen kämpften und agierten äußerst geschickt. Nach 122 Sekunden legte Daniel Kunce abgezockt für Marvin Bauscher auf, direkt danach traf Roland Mayr schon zum 2:0. Selbst als die Gäste durch Kirschbauer (10.) und Liesegang (in der turbulenten 29. Minute) zweimal den Anschluss fanden, hatten die Löwen eine Antwort parat: Bauscher, Kasten und Daniel Sevo schlugen zurück, obwohl das Verletzungspech sie erneut erwischte. Thomas Schenkel (Beckenprellung), Kevin Thau (Innenbandabriss) und Kunce (Fingerbruch) gingen gehandicapt oder gar nicht mehr aufs Eis. Nach einem Treffer von Martens gelang Schweiger dann noch der 6:3-Endstand.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EC Bad Nauheim | 79:36 | 36 | ||
| 2 | EV Duisburg | 63:37 | 33 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 78:44 | 29 | ||
| 4 | EHC Dortmund | 68:42 | 28 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 54:51 | 18 | ||
| 6 | Königsborn Bulldogs | 36:79 | 12 | ||
| 7 | Hammer Eisbären | 33:70 | 6 | ||
| 8 | Ratinger Ice Aliens | 36:88 | 6 | ||
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