Die Frankfurter Eis-Löwen nehmen Ratingen zum Auftakt der Endrunde nach allen Regeln der Kunst auseinander. Mit einem Treffer nach 31 Sekunden gelingt Neuzugang Roland Mayr ein Traumeinstand.
Löwen-Jubel nach dem Spielende Foto: Huebner/Moschitz
Frankfurt –
Obwohl Roland Mayr mit seinen 95 Kilo auf dem Eis nur schwer wegzuschieben ist, hatten sie ihn schnell an der Bande festgenagelt. Seine Mitspieler herzten den neuen bayerischen Bären, klopften ihm anerkennend auf seinen Helm. Für Mayr, erst vor sechs Tagen vom ERC Ingolstadt aus der DEL verpflichtet, war das erste Spiel im Dress der Löwen Frankfurt ein Traum-Einstand. Schon nach 31 Sekunden traf der 27-Jährige, den Trainer Clayton Beddoes als Center in die zweite Reihe zwischen Martin Schweiger und Sven Breiter gestellt hatte, mit einem krachenden Onetimer aus fünf Metern zur Führung. „Die Mannschaft kenne ich ein bisschen, die Liga überhaupt nicht“, hatte er noch vor wenigen Tagen gestanden, Jetzt kennt die Liga ihn.
Frankfurter Löwen schießen Ratingen ab
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Frankfurter Löwen schießen Ratingen ab
Die Ratinger Ice Aliens sind gegen die Löwen chancenlos. 8:1 heißt es am Ende für die Frankfurter. Neuzugang Roland Mayr vom DEL-Club Ingolstadt gelingt ein Traumeinstand. Er trifft schon nach 31 Sekunden für seinen neuen Arbeitgeber.
Foto: Huebner/Moschitz
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Sport
Gruppe B
Fußball-EM 2012
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Nicht nur für den Neuzugang verlief das Heimspiel gegen die Ratinger Ice Aliens nach Maß. Mit 8:1 (4:0, 2:1, 2:0) fegten die Löwen am ersten Spieltag der Endrunde den Gegner vom Eis, sie demütigten die Westfalen, sie führten sie vor – und sicherten sich zum Lohn die Tabellenführung der Eishockey-Oberliga West.
Nur 48 Sekunden nach der frühen Führung legte die dritte Reihe der Hessen nach: Kevin Thau gelang das 2:0 aus ähnlicher Position wie zuvor Mayr, danach erhöhten Jan Barta im Fünf gegen Drei (9.) und Max Seyller mit einem Abstauber (12.). Was die Löwen im ersten Drittel boten, hatte phasenweise Play-Off-Charakter. „Wir sind eine Einheit geworden“, sagte Beddoes stolz.
Und Ratingen? Die Westfalen, die auf drei wichtige Akteure verzichten mussten, hatten zeitweise genauso viele Spieler auf der Strafbank wie auf dem Eis. Die Undiszipliniertheiten mancher Aliens bewegten sich am Rande der Peinlichkeit. Seit Wochen kriselt es im Verein, der komplette Vorstand ist zurückgetreten. Die Unruhen gehen an den Spielern wohl nicht spurlos vorüber. Sie verloren völlig die Nerven. Weil die Löwen nach dem fünften Tor – Mayr hatte zu Beginn des zweiten Drittels sogar nur 18 Sekunden gebraucht – zwei bis drei Gänge zurückschalteten und Artur Tegkaev in Überzahl der Ehrentreffer gelang, hielt sich der Schaden für Ratingen zunächst halbwegs in Grenzen. Erst kurz vor der zweiten Pause erzielte der Kanadier Simon Barg das 6:1. Als Thomas Schenkel (43.) und Ryan Fairbarn mit einem tänzerischen Solo (46.) das Trefferkonto weiter füllten, schwappte Begeisterung durch die Eissporthalle. Dem Dauerdruck der Löwen folgte Dauerbeschallung von den Rängen. So kann die Endrunde weitergehen.