Bedröppelt schlich Christian Wendler vom Eis. 43 Minuten lang hatte der Torhüter der Löwen Frankfurt ein Klassespiel gemacht, er war stets zur Stelle gewesen, er wirkte wie ein Fels in der Brandung. Doch ausgerechnet ihm, der in Kassel die Löwen im Spiel gehalten hatte, unterlief in der 43. Minute der wohl folgenschwere Fehler. Wendler ließ einen harmlosen Schuss von Christoph Koziol abprallen, der den Rebound zur 4:3-Führung nutzte.
Es folgten zitternde Knie bei Wendler und der Knockout für die Löwen. Erneut Koziol (46.) und Semen Glusanok mit einem Bauerntrick (48.) besiegelten die 3:6 (2:0, 1:3, 0:3)-Niederlage bei den Kassel Huskies.
Wie lief die Saison für die Löwen? Ergebnisse, Tabelle und Statistik zur Eishockey - Oberliga West.
Alle Ergebnisse de Löwen in der Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga - West im Überblick.
Lesen Sie viele weitere Berichte - gesammelt in unserer Löwen-Rubrik auf FR-Online.de
Der volle Überblick für Eishockey-Fans: Wie sieht es in der DEL aus? Was passiert in der 2. Eishockey-Bundesliga? Und wie läuft es in der Oberliga Ost? Ergebnisse und Tabellen bei FR-Online.
Es war die erste Pleite der Frankfurter in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West, aber schon das fünfte erfolglose Derby der Saison.
Aggressiv und zielstrebig am Anfang
Dabei hätte eine spektakuläre Partie für die Löwen nicht besser beginnen können. Aggressiv und zielstrebig bewegten sie sich in der siebten Minute auf das Tor der Gastgeber, Daniel Sevo wurde aus kurzer Distanz freigespielt und ließ sich die Chance zum 1:0 nicht nehmen.
Auch danach blieben die Gäste am Drücker, sie spielten sich in einen Rausch und die Huskies an die Wand. Einen schweren Fehler Manuel Klinges nutzte Jan Barta zum zweiten Treffer (17.).
Doch so klar, wie das Spiel im ersten Drittel für die Löwen verlief, so deutlich drehte sich die Partie anschließend: Michael Christ gelang im Nachsetzen der Anschluss (25.), Daniel Reiss nur zwei Minuten später gar der Ausgleich. Für Reiss muss es eine besondere Genugtuung gewesen sein, schließlich hatte sich der Neuzugang auch in Frankfurt angeboten, von Manager Michael Bresagk aber eine Absage erhalten.
#infobox
Als Sven Valenti die Partie mit 3:2 für Kassel drehte (32.), wusste sich Löwen-Coach Clayton Beddoes nur noch mit einer Auszeit zu helfen. Wie wild fuchtelte er mit seinen Armen, er wusch seinen Spielern ordentlich den Kopf – nicht ohne Wirkung. Nach einem Scheibenverlust der Huskies glich Alexander Althenn zum 3:3 aus (36.). Die Hoffnung auf einen Punktgewinn keimte – bis zur 43. Minute und Wendlers Patzer.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EC Bad Nauheim | 79:36 | 36 | ||
| 2 | EV Duisburg | 63:37 | 33 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 78:44 | 29 | ||
| 4 | EHC Dortmund | 68:42 | 28 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 54:51 | 18 | ||
| 6 | Königsborn Bulldogs | 36:79 | 12 | ||
| 7 | Hammer Eisbären | 33:70 | 6 | ||
| 8 | Ratinger Ice Aliens | 36:88 | 6 | ||
Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.