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07. November 2012

1. FC Eschborn: Stadt will auf Geld verzichten

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Auf gutem Weg: Der 1. FC Eschborn, hier mit den Spielern Patrick Hilser und Rouven Leopold (links), im Spiel gegen TSV Mainz 05. Foto: Martin Weis

Für den 1. FC Eschborn geht es in nächster Zeit um neue Sportplätze und um die Existenz. Die Fußballer hoffen auf ein Ende des Insolvenzverfahrens.

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Vielleicht bekommen wir gleich zwei Weihnachtsgeschenke“, hofft der Vorsitzender des 1. FC Eschborn, Karl-Heinz Mette. Und an beiden wäre die Stadt beteiligt. Da ist zum einen der Bau des Kunstrasenplatzes auf der Heinrich-Graf-Sportanlage (siehe Bericht auf dieser Seite). Noch wichtiger aber dürfte für die Zukunft des Vereins der Verzicht auf die sogenannte „Insolvenzquote“ sein, über die das Stadtparlament am Donnerstag abstimmen wird.

Und es sieht gut aus. Im Haupt- und Finanzausschuss fand der entsprechende Antrag schon eine breite Mehrheit – und das, obwohl die Linke im Juni bei einem ähnlichen Vorstoß lediglich von der FWE unterstützt wurde.

Faktisch geht es ohnehin nur noch um eine Summe von 42.000 Euro. Das ist der traurige Rest einer Bürgschaft von einer Million Euro, die die Stadt dem Verein 2006 gewährt hatte, als er finanziell schon ins Taumeln geraten war. Wenig später folgte die Insolvenz. Der Versuch, sich das Geld bei Ex-Präsident Michael Kopp wiederzuholen, scheiterte.

Club ist aufgestiegen

„Der Verein ist durch das rechtswidrige Handeln des damaligen Vorstandes in diese Notlage geraten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU). Würde die Stadt auf dem ihr zustehenden Anteil aus der Insolvenzmasse beharren, könnte das „den Spielbetrieb der ersten Mannschaft in der Regionalliga und die vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit“ zunichte machen.

Denn wenn es ganz dumm laufe und die Gläubiger dem Insolvenzplan nicht zustimmen, würde der Verein in das Regelinsolvenzverfahren gehen. Folge wäre ein sogenannter „Null-Plan“. Auf deutsch: „Die Stadt Eschborn würde keine Auszahlung erhalten“, so Speckhardt. Zudem müsste der Spielbetrieb eingestellt und der Verein aufgelöst werden.

Und das, obwohl es sportlich gerade bestens läuft. „Trotz des Insolvenzverfahrens sind wir in den vergangenen sechs Jahren zwei Mal aufgestiegen“, stellt Mette fest. Derzeit kickt der 1. FC Eschborn in der Regionalliga unter anderem gegen die zweite Mannschaft der Eintracht und Traditionsvereine wie Waldhof Mannheim.

Außerdem habe der Verein in den vergangenen sechs Jahren keinen Euro Schulden gemacht und sei den Forderungen von Finanzamt und Sozialversicherungsträger immer auf Euro und Cent nachgekommen, beteuert Mette. Dabei handelt es sich um die beiden anderen Großgläubiger des Vereins.

„Wir gehen davon aus, dass unsere Bemühungen anerkannt werden“, hofft der Vorsitzende des 1. FC auch bei ihnen auf Entgegenkommen. Wozu der Verzicht der Stadt helfen könnte. „Denn das würde die Quote für die anderen Gläubiger erhöhen.“

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