Zuletzt ist der Fall zwar aufgeklärt, aber die Verbrecher werden nicht bestraft. "Es kann kein Happy End geben", erklärt Andreas Franz den Schluss seines neuesten Krimis "Spiel der Teufel".
Denn gegen das organisierte Verbrechen sei der Staat machtlos: Zum einen fehle es am Willen, an die Hintermänner heranzukommen, die oft in hohen politischen Ämtern sitzen. Zum anderen stünde ein Nachfolger stets schon bereit, wenn einmal ein Drahtzieher gefasst wird. So müssen sich die beiden Hauptfiguren des Romans, Kriminalkommissar Sören Henning und seine Kollegin Lisa Santos, nachdem sie knapp 500 Seiten lang ermittelt haben, um illegalem Organhandel auf die Spur zu kommen, damit abfinden, dass schließlich alles bleibt, wie es war.
Andreas Franz,geboren am 12. Januar 1954 in Quedlinburg, arbeitete als Übersetzer und Grafologe, als er 1986 mit der Arbeit an seinem ersten Buch begann. Mittlerweile wurden von ihm mehr als zwei Millionen Bücher verkauft.
"Mörderische Tage" heißt sein neuer Krimi, der im kommenden Jahr erscheinen wird. Darin kommt es für Hauptkommissarin Durant hart auf hart. "Das wird ihr schwierigster Fall und sie wird sogar entführt", verrät der Schriftsteller schon jetzt.
Ebenso wie in seinem vor zwei Jahren erschienenen Buch "Unsichtbare Spuren" hat Andreas Franz die Handlung von "Spiel der Teufel" in der Umgebung von Kiel angesiedelt. Fast alle seine anderen Krimis - insgesamt 17 hat Franz bisher geschrieben - spielen allerdings im Main-Taunus-Kreis, genauer gesagt zwischen Frankfurt und Hattersheim. Dort kennt sich der Autor, der mit seiner Familie im Hattersheimer Stadtteil Okriftel lebt, bestens aus.
Gerne lässt er sich von Fällen inspirieren, die sich tatsächlich ereignet haben. In seinem nächsten Buch wird er wieder eine "wahre Geschichte" erzählen. Mit dem Krimi, der den Titel "Mörderische Tage" tragen soll, setzt er seine Julia-Durant-Reihe fort, deren Heldin eine Frankfurter Hauptkommissarin ist. Bei der Recherche zu seinen Büchern helfen dem Krimi-Autor gute Kontakte zur Polizei. Anregungen für seine Geschichten holt sich Franz aber auch aus der Zeitung, den Nachrichten oder aus Sachbüchern. Angst, dass ihm der Stoff ausgehen könnte, hat er nicht, denn "es gibt nichts, was es nicht gibt". Und mit der Kriminalität werde es eher schlimmer als besser.
Nicht zuletzt sind es auch eigene Erfahrungen, die in die Krimis von Andreas Franz einfließen. Als Kind erlebte er häusliche Gewalt, was er zum Thema des Julia-Durant-Krimis "Das Verlies" machte. Und der Roman "Jung, blond, tot" erzählt die Geschichte des amerikanischen Serienmörders Mark Alan Smith, den der Autor während seiner Schulzeit persönlich kennen gelernt hat. "Mark war damals als Soldat in Höchst stationiert. Ich habe ihn als freundlichen jungen Mann in Erinnerung, der sich gerne beim Singen auf der Gitarre begleitet hat." jöh

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