Auch wenn das buddhistische Sterbehaus auf dem Kleinen Hetzel nicht gebaut wird, soll das Sondergebiet Hospiz fürs Erste im Bebauungsplan erhalten bleiben. Das bestätigte Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) auf FR-Anfrage. Das Areal sei ebenso wie sechs weitere Baugrundstücke im Besitz der Stadt und werde als Reservefläche vorgehalten, sagte Altenkamp. In absehbarer Zeit sei kein Verkauf geplant.
Dass momentan eine Erschließungsstraße zum Kleinen Hetzel gebaut werde, habe damit zu tun, dass das Gemeinnützige Siedlungswerk Frankfurt unterhalb der Paulinenstraße Wohnungen bauen will. 60 Meter Kanal seien bereits verlegt. Einen Baustopp zu verfügen, wie die Fraktion Die Freien Bürger/Für unsere Stadt mit Heiner Kappel an der Spitze gefordert habe, sei nicht möglich. "Das wäre ein riesiger Vermögensschaden für die Stadt", sagt Altenkamp. Heiner Kappel fordert indes eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung, damit sein Antrag auf Nichtbebauung des Kleinen Hetzel rasch entschieden wird. Auch eine Bürgerinitiative macht gegen die Bebauungspläne mobil, sammelt Unterschriften und erwägt ein Bürgerbegehren anzustrengen.
Turnusgemäß tagt das Bad Sodener Parlament erst wieder Ende April. Wenn zehn Abgeordnete Kappels Antrag unterschreiben, muss Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt eine außerordentliche Parlamentssitzung einberufen. CDU und SPD werden dies wohl nicht tun, beide Fraktionen haben im Sommer 2009 für den Bebauungsplan gestimmt. Rein rechnerisch könnte es nur klappen, wenn Grüne, FDP, dfb/FUS und der Abgeordnete der Freien Wähler geschlossen dafür sind. Die vier Fraktionen haben zusammen genau zehn Abgeordnete. (aro)

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