Die Linken werfen Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) vor, dass der Kommunikationsunternehmer und PR-Berater Jürg Leipziger, der die Stadt beraten soll, auch für Wahlkampfzwecke der CDU und die Außendarstellung der Koalitions-Politik eingesetzt werde. Dies teilte jetzt Fritz-Walter Hornung für die Fraktion mit. Leipziger ist Dozent und Lehrbeauftragter an diversen Akademien und Hochschulen und seit dem vergangenen Jahr für die Stadt tätig.
Leipziger habe „den wesentlichen Teil seiner Tätigkeit ganz besonders im Vorfeld der Kommunalwahl entwickelt“, so die Linken. Die Linke sieht darin „eine deutliche Zweckentfremdung öffentlicher Mittel, einen Missbrauch städtischen Geldes für Wahlkampfzwecke“.
Fraktionsvorsitzender Thomas Matthes kündigte gestern an, noch in dieser Woche die Kommunalaufsichtsbehörde einschalten zu wollen. Eigentlich bräuchte die Stadt Eschborn gar keinen zusätzlichen Kommunikationsberater. Schließlich gebe es eine städtische Pressestelle.
Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) wies gestern im Gespräch mit der FR alle Vorwürfe ausdrücklich zurück. „Das ist eine reine Verleumdung“, zeigte sich der Rathauschef im Gespräch äußerst aufgebracht. Dies sei der schmutzigste Wahlkampf, den er jemals erlebt habe. Die CDU habe eine eigene PR-Agentur für den Wahlkampf. Der Beschwerde bei der Kommunalaufsicht sehe er völlig gelassen entgegen. „Da wird nichts rauskommen.“ Leipziger sei ausschließlich für die Stadt tätig.
Nach Angaben des CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Pohlen hat Leipziger nichts mit der CDU-Parteiarbeit zu tun. Dass sich die Stadt einen externen Kommunikationsberater leiste, hält er für sinnvoll, „gerade bei der Größe einzelner Projekte in Eschborn“.
Kritik an der Beauftragung des Kommunikationsberaters hatte es auch schon von der SPD gegeben. „Bürgermeister Speckhardt hat Jürg Leipziger nicht wegen dem Ruf Eschborns geholt, sondern weil sein Politikstil und seine Politik dem Bürger nicht mehr zu vermitteln sind“, so die SPD. ( rmu)

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