Der Vorstand der Eppsteiner CDU hat sich einstimmig für Alexander Simon als Bürgermeisterkandidat ausgesprochen. Jetzt müssen nur noch die Mitglieder zustimmen. Der 31-Jährige ist seit Oktober 2009 Erster Stadtrat der Burgstadt und Stellvertreter von Bürgermeister Peter Reus (parteilos), der vor zwei Wochen seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte.
„Es ist eine große Herausforderung“, sagt Simon. „Aber ich bin gut vorbereitet.“ Die Abläufe im Rathaus kenne er gut. Der Volljurist ist für das Baudezernat und die Fachbereiche Kultur und Vereine sowie Sicherheit und Ordnung verantwortlich. Die Kritik, er würde den Bürgermeisterposten nur als Sprungbrett für höhere politische Ämter nutzen, wiegelt er ab: „Ich sehe mich die nächsten Jahre in Eppstein“.
Dort beschäftigten ihn auch weiterhin drei Großprojekte: der Bahnhof in Eppstein, das Gewerbegebiet in Bremthal und die Ortsmitte in Vockenhausen. In wenigen Wochen will er seine Pläne für Vockenhausen vorstellen. Eine Variante sei die Umsiedlung der Feuerwehr von der Ortsmitte an den Ortsrand Richtung Elhalten. Eine Zusammenlegung von Feuerwehrstandorten gegen den Willen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute werde es aber nicht geben.
„Ich möchte reinhören, was der Bevölkerung wichtig ist“, sagt er. Das könne per Telefon oder E-Mail oder vielleicht auch mit einer Postkartenaktion passieren. Neben der Haushaltskonsolidierung möchte Simon auch weiter an der Änderung von Bebauungsplänen arbeiten, Wohnraum für Senioren und günstige Wohnungen in Eppstein schaffen. Am Bahnhof könnte er sich ein Gründerzentrum für Start-up-Unternehmen vorstellen. Das sei aber noch Zukunftsmusik. Schwerpunkt seiner Arbeit werde weiterhin die Stadtentwicklung sein. „Ein Hotel würde Eppstein gut tun“, sagt er.
Simon ist in Bremthal aufgewachsen und im Alter von 16 Jahren in die Junge Union (JU) eingetreten. 2006 gewann er die Mehrheit im Ortsbeirat Bremthal und wurde zum jüngsten Ortsvorsteher Hessens gewählt.
Einen Wahltermin gibt es noch nicht. Die SPD-Kandidatin Julia Ostrowicki hatte sich für einen baldigen Termin ausgesprochen. Peter Reus’ Amtszeit endet auf seinen Wunsch hin zum 31. März.
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