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21. Januar 2013

Eschborn: „Begeisterung ist weiter da“

 Von Torsten Weigelt
Speckhardt will's nochmal wissen. Foto: Rolf Oeser

Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) zieht beim Neujahrsempfang der Stadt Bilanz und leitet direkt in den Wahlkampf über. Denn dieses Jahr entscheiden die Eschborner per Direktwahl, ob der Amtsinhaber nochmal weiterregieren darf. Wollen will er schon.

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Traditionell nutzt Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) den Neujahrsempfang der Stadt für Rückblick und Ausblick auf 2013. Das hält diesmal auch für ihn persönlich eine wichtige Weichenstellung bereit, denn die Eschborner bestimmen im neuen Jahr per Direktwahl ihren Rathauschef.

Und so schlich sich schon ein wenig Wahlkampf in Speckhardts Ausführungen über Eschborn, das für ihn „eine der erfolgreichsten Kommunen Deutschlands“ ist. „Meine Begeisterung für Eschborn ist nach wie vor in großem Maße vorhanden“, beschied er alle Zweifler, die nach seiner Niederlage beim Bürgerentscheid über den Rathausneubau schon über seinen Abschied aus der Politik spekuliert hatten.

Ganz verwunden hat er das klare Bürgervotum für den Erhalt des Rathauses aber offenbar noch nicht. Zwar betonte er, dass er das Ergebnis akzeptiere. Doch wenn er heute, mit ein wenig Abstand, mit den Leuten rede, „dann sind viele der Meinung, dass Eschborn hier eine große Chance verpasst hat“.

Für das gerade begonnene Jahr kündigte Wilhelm Speckhardt den Startschuss für den Bau der Seniorenanlage in Niederhöchstadt an. Die Heinrich-Graf-Sportanlage werde weiter ausgebaut, außerdem soll das Wiesenbad das vom Schwimmverein schon lange geforderte 50-Meter-Becken bekommen.

„Bis spätestens April“ erwartet Speckhardt das Baurecht für das neue Notfallzentrum für Feuerwehr und Rettungsdienst, das im Osten der Stadt an der Straße nach Steinbach entstehen soll. Die Bagger könnten dann im Frühjahr 2014 rollen. „Auch ich hätte mir eine schnellere Realisierung gewünscht“, so der Bürgermeister.

Dafür soll es schon im Herbst mit dem Bau der Süd-Ost-Verbindung zwischen den Gewerbegebieten losgehen, versprach er. Außerdem werde noch im laufenden Jahr mit der Abfahrt von der A66 direkt in die Düsseldorfer Straße begonnen.

All das sei aber nur möglich durch Eschborns „gesunde Finanzen“, betonte Speckhardt. Und deren Basis sei eine „gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“. Dafür reiche es jedoch nicht, nur hinter seinem Schreibtisch zu sitzen. Ein Eschborner Bürgermeister brauche „ein enges Beziehungsgeflecht“ und ein „funktionierendes Netzwerk“. Dazu gehöre auch die umstrittene Beteiligung an regionalen Organisationen wie der FrankfurtRheinMain GmbH und Frankfurt Finance, betonte Speckhardt. „Das ist gut angelegtes Geld“, hielt er seinen Kritikern entgegen.

Von diesen befanden sich auch einige unter den mehreren hundert Menschen, die zum Neujahrsempfang ins Rathaus gekommen waren. Doch zu offenem politischem Streit waren sie nicht aufgelegt. Stattdessen gab es nach der Rede des Bürgermeisters einen wahren Ansturm auf das warme Büfett – auch das eine Tradition in Eschborn.

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