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07. Dezember 2012

Eschborn: Pläne für zweite Schwimmhalle

 Von Torsten Weigelt

Eschborns Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) kündigt den Ausbau des Wiesenbads an. Der Schwimmclub Westerbach (SCW) klagt über Platzmangel.

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Schon lange fordert der Schwimmclub Westerbach (SCW) den Ausbau des Eschborner Wiesenbades. „Die Wasserfläche ist einfach zu klein“, sagt der Vorsitzende Stephan Pohl. Kein Wunder: Allein der SCW hat 1800 Mitglieder – davon 1000 Jugendliche. Hinzu kommen weitere Gruppen wie die DLRG und zahlreiche vereinslose Wasserratten aus Eschborn und Umgebung, wo in den vergangenen Jahren einige Hallenbäder aus Kostengründen dichtgemacht haben.

Obwohl das Wiesenbad seine Öffnungszeiten schon auf 6 bis 21 Uhr ausgeweitet hat, „sind wir an der Kapazitätsgrenze“, schildert Stephan Pohl. So werden bei den Kinderschwimmkursen am Montagnachmittag binnen drei Stunden teilweise 450 Kinder durch das 25-Meter-Becken geschleust – während die Eltern sich am Beckenrand auf den Füßen stehen.

Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) hat nun Abhilfe angekündigt. In der kommenden Sitzungsrunde werde er „Varianten“ für einen möglichen Wiesenbad-Ausbau vorschlagen.

Das versprach er jüngst beim Verbandstag des Hessischen Schwimmverbandes. Im Gespräch mit der FR hat er nun seine Vorstellungen konkretisiert. „Wir wollen auf der jetzigen Fläche des Wiesenbades bleiben“, kündigt der Rathauschef an. Dort kann er sich eine zusätzliche Halle für ein 50-Meter-Becken vorstellen. „Platz ist genug.“ Eine Verlängerung des Freibades, über die in der Politik auch schon diskutiert wurde, sieht er hingegen skeptisch.

Anfang 2013 soll ein Roh-Entwurf stehen, über den die Stadtverordneten dann beraten können. „Das wird aber keine einfache Sache“, so Speckhardt. So müsse nicht nur geklärt werden, in welche Richtung das neue Becken ausgerichtet werden könne. Auch um Themen wie zusätzliches Personal und Parkplätze gehe es. Über mögliche Kosten könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine seriösen Aussagen machen, bedauert Wilhelm Speckhardt.

Dennoch treffen seine Vorstellungen bei Stephan Pohl auf große Zustimmung. „Das wäre auch mein Wunsch“ sagt er zu der Idee einer zweiten Schwimmhalle auf dem Wiesenbad-Areal. Und gar „genial“ wäre es aus seiner Sicht, sie mit einer Dachkonstruktion zu versehen, die im Sommer geöffnet und im Winter geschlossen werden kann. „Das müsste eigentlich alles in anderthalb bis zwei Jahren möglich sein“, sagt er und hofft auf eine schnelle Lösung.

Die oppositionelle SPD ist jedoch skeptisch, dass es tatsächlich so kommen wird. Schließlich seien im jüngst vorgelegten Nachtragshaushalt keine Planungskosten für den Ausbau aufgeführt, moniert der Stadtverordnete Bernhard Veeck. „Die SPD will nicht, dass das Schwimmbad ein ähnliches Schicksal erleidet wie so viele andere Projekte: Vor den Wahlen angekündigt, nach den Wahlen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.“

Das Stadtparlament hatte im August einstimmig beschlossen, dass die städtische Verwaltung eine Machbarkeitsstudie zum Schwimmbad-Ausbau vorlegen solle. Siehe Kommentar

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