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Lokal-Nachrichten aus dem Taunus

06. Dezember 2012

Eschborn: Soziale Mitte in Eschborn

 Von Christina Franzisket
Nur der Kirchturm soll stehen bleiben. Foto: Martin Weis

Die Stadt Eschborn und die katholische Kirchengemeinde präsentieren ihre Pläne für die Bebauung der Rapp-Kreuzung. Die Kirche will dort bis auf den Turm alle ihre Gebäude abreißen und neu aufbauen. Die Stadt plant Einrichtungen für Senioren.

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Eschborn bekommt einen neuen Stadteingang. Die katholische Kirchengemeinde Christ-König und die Stadt haben ihre Verhandlungen über die Nutzung des Areals an der Rapp-Kreuzung erfolgreich abgeschlossen.

Alexander Theiss, der beratende Architekt, stellt die Pläne vor: „Eschborns alter Stadteingang wird offener, der Verkehr wird beruhigt und die Verweilatmosphäre attraktiver gestaltet“, fasst er zusammen.

Die Kirchengemeinde will außer dem Kirchturm alle ihre Gebäude abreißen und neu aufbauen. „Ein Umbau lohnt sich schon wegen der energetischen Sanierung nicht“, so der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Gemeinde, Dietmar Albrecht. Kirche, Gemeindezentrum und Kindergarten entstehen neu. Der Kindergarten mit drei Gruppen bekommt noch zwei Gruppen für unter Dreijährige dazu.

Servicewohnungen für Senioren

Die Stadt will auf den 7900 Quadratmetern zwischen Hauptstraße und Hinter der Heck eine Pflegeeinrichtung mit 60 Plätzen und etwa 40 Servicewohnungen für Senioren schaffen.
Zusätzlich soll das Areal durch einen Platz, ein Café, Läden und Gastronomie künftig zum Verweilen einladen. Dafür soll freie Fläche für Grünes und öffentliche Wege geschaffen werden. Die Architektur soll sich an den historischen Gebäuden der Stadt orientieren und der Kirchturm als Wahrzeichen erhalten bleiben: „Wir wollen keine gesichtslosen Einheiten“, so Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU).

Tiefgaragen mit rund 120 Stellplätzen sind geplant, und ein Verkehrskreisel soll das hohe Verkehrsaufkommen an der Kreuzung entspannen, so Theiss. Laut Stadtrat Thomas Ebert (Grüne) seien im Haushaltsplan für das Bauvorhaben 15 Millionen eingeplant, die Kirche rechnet mit etwa 7 Millionen.

„Wir schaffen eine soziale Mitte“, freut sich Albrecht. Der Kindergarten und das Gemeinde- und Seniorenzentrum seien eine Ergänzung zum Mehrgenerationenhaus und der Diakoniestation der evangelischen Gemeinde und dem Hospizverein in der Nachbarschaft: „Es wird ein generationsübergeifendes Gesamtwerk.“ Auch die städtischen Vertreter sind erfreut über den Plan für die Rapp-Kreuzung: Bürgermeister Speckhardt begrüßt, dass nun auch in Eschborn ein Platz für Seniorenwohnungen geschaffen wird. Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Main-Taunus-Kreis gäbe es davon in Eschborn nicht genug: „Und wir wollen, dass unsere Bürger auch hier alt werden können“, so Speckhardt.

Ein Privatgrundstück fehlt noch

Wenn alles glatt läuft, könnte das Projekt bereits im Jahr 2015 fertig sein, so Ebert. In welchem Umfang das Areal bebaut werden kann, hängt jedoch noch von Eigentumsverhältnissen ab. Laut Speckhardt konnte die Stadt einige Privatgrundstücke erwerben, jedoch eins auf der gegenüberliegenden Straßenseite fehle noch.

Diese Immobilie dem Stadtrat Heinz Christoph (FDP). Wegen eines anderen Grundstücks in seinem Besitz hat die Stadt Eschborn bereits Probleme mit dem Bau des Seniorenheims in Niederhöchstadt.

Dort hat die Stadt den Bebauungsplan geändert, und Christoph drohte mit einer Klage, da sein Haus, das er vermietet, von dem Wohnheim in den Schatten gestellt werde. Die Stadt habe sich entschieden, Christoph das Gebäude gegebenenfalls abzukaufen, um den Bau durch ein Verfahren nicht zu verzögern, so Speckhardt. Er hofft auf den Spatenstich im Frühjahr 2013.

Sollte Christoph sein Grundstück an der Rapp-Kreuzung nicht an die Stadt verkaufen, könne man auch darauf verzichten und den Basisbebauungsplan umsetzen: „Das geht dann zulasten der Grünflächen und eventuell Servicewohnungen“, so Speckhardt.

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