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11. Dezember 2012

Flörsheim: Koalition plant neues Verkehrskonzept

 Von Jennifer Hein
Ein neues Verkehrskonzept soll für Flörsheim erarbeitet werden, das auch den Ausbau von Radwegen beinhaltet.  Foto: dpa

Die neue Koalition aus SPD und Grüner Alternativer Liste Flörsheim (Galf) hat ihre ersten gemeinsamen Anträge für den Etatentwurf 2013 vorgestellt. Das Thema Verkehr nimmt dabei neben der Kinderbetreuung eine große Rolle ein.

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Das Thema Verkehr nimmt die Hälfte der ersten gemeinsamen Anträge der neuen Flörsheimer Regierungskoalition aus SPD und Grüner Alternativer Liste Flörsheim (Galf) ein. Aber auch soziale und Umweltthemen finden sich in den Vorschlägen für den Entwurf des Haushaltsplans 2013, die die Fraktionschefs Wolfgang Pokowietz (SPD) und Renate Mohr (Galf) gestern vorlegten. Steuererhöhungen sind trotz des Defizits von 3,2 Millionen Euro im diesjährigen Stadtetat nicht vorgesehen.

Wie schon im Koalitionsvertrag festgeschrieben, ist die sogenannte „Große Umgehung Weilbach“, für die sich die SPD lange stark machte, vom Tisch. Stattdessen soll nun die „Kleine Umgehung“ realisiert werden. Lange sei über dieses Thema gestritten worden, sagt Wolfgang Pokowietz. Das habe alle anderen Überlegungen blockiert. Nun wollten SPD und Galf gemeinsam mit dem Magistrat ein neues Verkehrskonzept erarbeiten, das auch den Ausbau von Radwegen in der Stadt und des Öffentlichen Personennahverkehrs beinhaltet. Auch ein Bürgerbus sei denkbar. 80.000 Euro stehen aus den Haushaltsjahren 2012 und 2013 dafür bereit. „Zum ersten Mal ist die Bereitschaft da, sich bei diesem Thema auszutauschen“, sagt Renate Mohr.

Die Koalition will die Verkehrskontrollen im Stadtgebiet erhöhen und dafür einen weiteren Hilfspolizisten einstellen. Damit gibt es in Flörsheim zwei. Damit die aber auch in den fließenden Verkehr eingreifen dürfen, ist eine Zusatzqualifikation nötig, die ebenfalls beantragt werden soll. Vor allem der Schwerlastverkehr soll stärker ins Visier genommen werden. Die 40.000 bis 50.000 Euro an Mehrkosten würden aus den Einnahmen der vier Blitzeranlagen finanziert, sagt Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Allein in der 30-Zone in der Rheinalle würden täglich rund 60 Fahrer geblitzt. Die Sanierung der Quellenstraße wollen SPD und Galf auf 2014 verschieben und dafür die Umgestaltung der Kreuzung Kirschgartenstraße und Flörsheimer Straße zu einem Kreisel vorziehen. Das wird im kommenden Jahr 150.000 Euro, im darauf folgenden 300.000 Euro kosten.
Um Autofahrern an der Ortseinfahrt von Wicker das Tempo zu nehmen , soll der Magistrat beauftragt werden, mit dem Hessischen Verkehrsministerium, das dort einen neuen Radweg anlegt, zugleich eine Fahrbahnverschwenkung einzuplanen.

SPD und Galf wollen ein einheitliches Klimaschutzkonzept erarbeiten, das die Stadtteil- und Gewerbeflächenentwicklung miteinbezieht. Zweidrittel der Kosten in Höhe von von 30.000 Euro könnten als Förderungen vom Land Hessen gewonnen werden, sagt Pokowietz.
Bis Ende 2015 hat sich die Koalition eine Versorgungsquote bei den unter Dreijährigen von 28 Prozent, das wären 150 Plätze, zum Ziel gesetzt. Das decke den Bedarf, so Mohr. Derzeit liege die Quote bei 10 Prozent. 30 neue Plätze entstehen bereits Anfang kommenden Jahres in der städtischen Kita Sonnengarten, die für eine Million Euro einen neuen Anbau bekommen hat.

10.000 Euro sollen für ein Neubürger- und Integrationskonzept veranschlagt werden. Bürgermeister Antenbrink rechnet aufgrund des gestiegen Fluglärms in Flörsheim mit einer steigenden Anzahl von Bürgern mit Migrationshintergrund. Genaue Zahlen habe er aber noch nicht.
Ein eher symbolischer Betrag von 100 Euro soll in die Bürgergenossenschaft Solar-Invest Hofheim investiert werden. „Wir wollen zeigen, dass wir diese Idee begrüßen“, erklärt Pokowietz.

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