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24. Januar 2013

Fluglärm Flörsheim/Hochheim: Fluglärm-BI bleibt überparteilich

 Von Andrea Rost
Der Protest gegen den Flughafenausbau soll auch im Wahljahr 2013 weitergehen, kündigt die Bürgerinitiative an.  Foto: Michael Schick

Die Aktivisten gegen Fluglärm wollen sich weder hinter eine Partei stellen, noch eine eigene Partei gründen. Von den Landtagskandidaten der Parteien fordern sie klare Aussagen.

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Die Bürgerinitiative Flörsheim-Hochheim gegen Fluglärm steht auch im Wahlkampfjahr 2013 nicht hinter einer bestimmten politischen Partei. Das hat BI-Sprecherin Birgit von Stern klargestellt. Auch werde sich die Initiative nicht an der Diskussion über Sinn und Zweck einer eigenen Partei der Ausbaugegner beteiligen. „Als Mitglieder des Bündnisses der Bürgerinitiativen gegen Flughafenausbau und Fluglärm sind wir überparteilich organisiert und streiten für eine gesunde und lebenswerte Rhein-Main-Region mit einem konsequenten Nachtflugverbot, ohne Lärmterror und zunehmende Schadstoffbelastung“, sagte von Stern, die in Hochheim wohnt.

Die Kandidaten, die für die einzelnen Parteien zur Landtagswahl antreten, müssen sich aber auf kritische Fragen gefasst machen. Bei jeder Gelegenheit wolle man die Politiker auffordern, sich zu erklären zu den unerträglichen und nicht länger hinnehmbaren Zuständen der Verlärmung und Schadstoffbelastung durch den Flughafenausbau und die neue Landebahn, kündigte von Stern an. „Dabei werden wir sie nicht davonkommen lassen mit Hinweisen auf passive Schallschutzmaßnahmen wie lächerliche Raumlüfter, und auch nicht mit Aussichten auf Routenführungen über unbesiedeltes Gebiet, das es im Rhein-Main-Gebiet gar nicht gibt, sondern klare Aussagen fordern darüber, wie sie diese unerträgliche Situation zu ändern gedenken.“

Alternative Nutzung der Landebahn

Die Flörsheimer Sprecherin der BI, Carola Gottas, betrachtet die Situation der fluglärmgeplagten Bürger als symptomatisch für Verhältnisse, in denen Wirtschaftsinteressen dem Wohl der Bevölkerung vorangestellt würden und politische Entscheidungen vor allem lobbygesteuert seien.

Gottas beklagt fehlende Konsequenzen. Die wenigsten Politiker müssten für die langfristigen Ergebnisse ihres Handelns geradestehen, vielen winkten als Belohnung bequeme und gut bezahlte Aufsichtsratsposten. „Es lohnt sich also gewissermaßen für sie, unsere Einwände und Proteste als unvernünftiges, fortschrittsfeindliches Wutbürgertum abzustempeln.“

Der Protest gegen die neue Landebahn solle im Wahlkampfjahr weiter an Fahrt gewinnen, kündigt Gottas an. Auch über Alternativen zur Nutzung der Landebahn haben sich die Aktivisten bereits Gedanken gemacht. „Wir haben viele Ideen, können uns Nutzungsmöglichkeiten vorstellen, die tatsächlich der Allgemeinheit zugutekämen – beispielsweise als Skater- und Rollsportpark für Jugendliche oder Übungsparcours für die Verkehrserziehung von Kindern“, sagt Carola Gottas. Die BI Flörsheim-Hochheim wäre bereit, heimische Bäume zur Wiederaufforstung zu spenden.

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