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15. Januar 2013

Hattersheim: Käufer für Kastengrund gesucht

 Von Jennifer Hein
Auf dem Gelände liegt hinter einem hohen Zaun die ehemalige Tierversuchsanlage.  Foto: Martin Weis

Die Hattersheimer Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) will Firmen auf dem Areal der früheren Forschungsstelle ansiedeln und ein neues Gewerbegebiet entstehen lassen.

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Leicht zu finden ist sie nicht. Die ehemalige Tierversuchsanstalt in Hattersheim liegt etwas abseits der großen Straßen. Auch über ein Jahr nachdem der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis die Forschungs-Außenstelle geschlossen hat, schützen ein hoher Zaun und Stacheldraht die Gebäude. Besonders einladend sieht das Gelände nicht aus. Doch das dürfte nicht der Grund sein, warum Sanofi immer noch keinen Käufer für das circa 130000 Quadratmeter große Grundstück gefunden hat. „Die Gespräche laufen“, sagt Sanofi-Pressesprecherin Birgitt Sickenberger. „Es gibt seit Langem einen Interessenten.“ Warum bislang noch keine Verträge unterschrieben sind, könne sie nicht sagen.

Auf eine baldige Entscheidung hofft auch Hattersheims Bürgermeisterin Antje Köster (SPD). Das Gebiet Kastengrund gehört zu ihren Sorgenkindern. Gerne würde sie es neu vermietet sehen. Nach der Schließung der Einrichtung Ende 2011 brach für die Stadt der größte Gewerbesteuerzahler weg und verursachte ein großes Loch im Geldbeutel der Kommune, die sich erst vor einigen Wochen dafür entschieden hat, die Hilfe aus dem Kommunalen Schutzschirm in Anspruch zu nehmen.

„Weichen für eine neue vielversprechende Nutzung können gestellt werden“

Es bestehe die begründete Hoffnung, dass dieses Jahr „die Weichen für eine neue vielversprechende Nutzung gestellt werden könnten“, teilt Bürgermeisterin Köster mit. Sie stünde in regem Austausch mit dem Eigentümer, was die Zukunft des Areals angehe, heißt es. In den 1960er Jahren richtete die Hoechst AG im Kastengrund die Tierversuchsanstalt ein. Grund für die Schließung waren laut Sanofi-Aventis weltweite Überkapazitäten in der präklinischen Wirkstoffentwicklung. Im Kastengrund wurden vor allem Studien an Nagetieren, aber auch an Hunden durchgeführt. 190 Mitarbeiter waren dort beschäftigt, vor allem Biologen, Biologielaboranten, Tierärzte und Tierpfleger. 110 wurden gekündigt, die anderen in den Industriepark Höchst versetzt.

Auch wenn die Gewerbesteuer von Sanofi fehlte, konnte Köster Ende vergangenen Jahres die positive Nachricht verkünden, dass sich die Einnahmen im Jahr 2012 um zwei auf acht Millionen Euro erhöht haben. Zu dieser Steigerung haben die neu angesiedelten Unternehmen einen kräftigen Beitrag geleistet“, freute sie sich.

Vorgesehenes Gewerbegebiet

Damit meint sie die Kuraray Europe GmbH, ein weltweit tätiges Unternehmen der Spezialchemie, und den Bauinformationsdienst ibau. Beide Firmen sind in das Bürogebäude im Innovationspark gezogen. Wenn es nach Köster geht, werden es bald noch mehr. Für das vorgesehene Gewerbegebiet südlich der Voltastraße sollen 2013 Haushaltsmittel für die Planungen zu den Erschließungsarbeiten zur Verfügung gestellt werden.

Auch die Verlängerung der Heddingheimer Straße im Hattersheimer Gewerbegebiet Nord ist nicht vom Tisch. Köster erwartet die notwendigen Fachgutachten für den geplanten Neubau des Bau- und Gartenmarktes Bauhaus noch Anfang dieses Jahres.

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