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Eschborn: Im Elektrobus durch die Stadt

SPD will Kommune zur Vorreiterin bei Energiewende machen / Vortragsreihe geplant

Eine CO2-neutrale Energieversorgung – das ist das Ziel der Sozialdemokraten in Eschborn. Auch wenn sie mit ihren Anträgen dazu bei den jüngsten Haushaltsberatungen nicht durchgedrungen sind, will die SPD an ihren Plänen festhalten.

„Die Stadt hat bisher nicht viel gemacht“, zieht der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhard Birkert Bilanz. Deshalb hat seine Partei ein Konzept erarbeitet, mit dem sie Eschborn zum Vorreiter in Sachen kommunale Energiewende machen will.

Verantwortlich dafür ist Manfred Reinl, der sich als Ingenieur beruflich intensiv mit dem Thema befasst. „Gerade bei der Energieeffizienz gibt es riesige Potentiale“, hat er festgestellt. Deshalb fordert die SPD ein städtisches Förderprogramm, das Hauseigentümer unter anderem bei der Wärmedämmung, dem Einsatz von Solarthermie-Anlagen und sogar dem Neubau von Häusern im Passivhausstandard unterstützen soll.

Zum politischen Reizthema eignet sich der Vorschlag der SPD, in Eschborn eine Stadtbuslinie einzurichten, die mit einem Elektrobus betrieben werden soll. So wollen die Sozialdemokraten die Belastung Eschborns durch den Autoverkehr eindämmen, den die Stadt mit ihren 30 000 Arbeitsplätzen tagtäglich zu erdulden hat. „Eschborn ist kein Dorf mehr, sondern ein wichtiger Teil des Ballungsraums Rhein-Main“, begründet Reinhard Birkert den Vorstoß. Zudem sollen die Bahnhöfe in Niederhöchstadt und Eschborn-Mitte schneller ausgebaut werden, denn die Stadt soll bei der „verkehrspolitischen Wende“ mit gutem Beispiel vorangehen. „Es werden nur noch Dienstwagen angeschafft, die extrem verbrauchsarm sind“, fordert die SPD.

Auch die kommunalen Gebäude möchten sich die Sozialdemokraten vorknöpfen. Dabei soll zunächst das Gebäude mit dem höchsten Energieverbrauch festgestellt und anschließend so energieeffizient saniert werden wie möglich. „Das könnte zum Beispiel das Rathaus sein“, sagt Manfred Reinl. Außerdem will er den örtlichen Unternehmen das Programm Ökoprofit schmackhaft machen.

Das Ganze kostet natürlich auch Geld. Für alle vorgeschlagenen Projekte hat Reinl einen Betrag von vier Millionen Euro ausgerechnet. „Diese Zukunftsinvestitionen können aus den Rücklagen entnommen werden“, findet er. Langfristig seien dann Einsparungen zu erwarten. Die Details ihres Energieprogramms will die SPD in den kommenden Monaten den Bürgern in öffentlichen Veranstaltungen präsentieren. (twe.)

Datum:  31 | 12 | 2011
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