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19. Juli 2013

Kelkheim: Ein teures Jahr für die Stadthalle

 Von Jöran Harders
Künftig mit Bowlingbahn: die Kelkheimer Stadthalle.Foto: Michael Schick

Die Betreibergesellschaft der Kelkheimer Stadthalle investiert gut 100.000 Euro, um den Saal wieder auf Vordermann zu bringen. Die alten Kegelbahnen werden zu neuen Bowlingbahnen umgestaltet.

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Mehr als 16 Jahre sind vergangen, seit die Stadthalle zum letzten Mal grundlegend renoviert wurde. Das im Jahr 1950 fertiggestellte Gebäude wurde damals aufwendig saniert und umgebaut. Lediglich kleinere Schönheitsreparaturen standen seither auf dem Programm; nun sind in diesem Jahr wieder zwei größere Ausgaben für die Halle fällig.

Für 22.000 Euro werde in der nächsten oder übernächsten Woche der Boden im großen Saal wieder auf Vordermann gebracht, berichtete gestern der Geschäftsführer der Stadthallen-Kelkheim-GmbH, Horst Jäckel. Insgesamt 600 Quadratmeter Parkett des Saalbodens und der Empore sollen abgeschliffen und neu versiegelt werden. Außerdem werden zwei der vier Kegelbahnen im Keller zu modernen Bowlingbahnen umgestaltet. Noch sind die Handwerker dort an der Arbeit; am kommenden Freitag werden die Bowlingbahnen mit einem Schnuppertag eröffnet, an dem sie kostenlos ausprobiert werden können. Tags darauf beginnt dann der reguläre Betrieb.

Mehr Attraktivität

67.200 Euro haben die beiden neuen Bahnen gekostet. „Für die alten Kegelbahnen sind keine Ersatzteile mehr zu bekommen. Deshalb werden wir die Teile der ausrangierten Bahnen nicht wegwerfen, sondern aufheben, um sie für Reparaturen der beiden noch nicht renovierten Bahnen zu nutzen“, sagt Horst Jäckel.

In absehbarer Zeit sollen dann auch diese beiden Bahnen erneuert werden. Ob sie ebenfalls zu Bowlingbahnen umgebaut oder durch moderne Kegelbahnen ersetzt werden, werde sich danach richten, wie beliebt die neuen Bowlingbahnen bei den Nutzern sind, kündigt Jäckel an. Nicht nur die Stadthalle, sondern ganz Kelkheim werde durch die Bowlingbahnen an Attraktivität gewinnen, zeigt sich der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadthallen-Gesellschaft, Hans-Walter Müssig überzeugt. Weitere 15.000 Euro wird die Stadthallen-Gesellschaft in einen so genannten Schrägaufzug investieren, mit dem Rollstuhlfahrer bequem die Treppe hinunter ins Stadthallenrestaurant überwinden können. Bisher gab es dafür einen Treppenlifter, der aber in der Handhabung sehr umständlich gewesen sei, wie Jäckel erklärt.

Millionenkredit

Die Kosten für den Schrägaufzug und die Bowlingbahnen übernimmt die Stadt. Pro Jahr zahlt sie an ihre Tochtergesellschaft 180.000 Euro für den Betrieb der Halle; 50.000 Euro erwirtschaftet die Stadthallen-Gesellschaft jährlich durch die Vermietung der Räume. Der größte Teil der laufenden Kosten für die Halle werde für Zinsen und Tilgung des Millionenkredits für die Sanierung verwendet, teilt Horst Jäckel mit. Etwa 10.000 Euro werden in durchschnittlichen Jahren für Reparaturen und Unterhalt ausgegeben.

Eröffnet werden die beiden neuen Bowlingbahnen am Freitag, 26. Juli, 17 Uhr, im Keller der Stadthalle, Gagernring 1. Am ersten Abend kann dort kostenlos gespielt werden. Reservierungen werden unter der Telefonnummer 06195/2414 entgegengenommen.

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