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29. November 2012

Kelkheim: Kelkheimer Köpfe

 Von Christina Franzisket
Kerstin Eckerschan malt den Kelkheimer Kulturdezernenten Hans-Walter Müssig. Foto: Martin Weis

75 Jahre, 75 Köpfe: Zum Stadtjubiläum machen die Künstlerinnen Silke Offermann und Anja Schütz Pop-Art-Porträts lokaler Bekanntheiten. Die 75 Porträts werden ab April 2013 im Plenarsaal des Kelkheimer Rathauses ausgestellt.

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Grelles Orange tupft Kathrin Hauff mit einem dünnen Pinsel ihrem Vater ins Gesicht. Die Kelkheimerin zaubert aus einem Porträtfoto ihres Vaters Jürgen Freund auf Leinwand ein Pop-Art-Kunstwerk à la Andy Warhol.

Das Bild zeigt einen Feuerwehrmann mit weißem Helm und ernstem Blick: „Mein Vater war viele Jahre Stadtbrandinspektor und ist immer noch bei der freiwilligen Feuerwehr“, sagt Hauff.

Jürgen Freund ist bekannt in Kelkheim, mit seinem Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr hat er sich in der Stadt verdient gemacht. Nun wird sein Gesicht teil des Kunstprojekts „75 Kelkheimer Köpfe“.

Zum 75-jährigen Jubiläum der Stadt Kelkheim sollen 75 Porträts von Kelkheimer Bekanntheiten gemalt und ab April 2013 im neuen Plenarsaal des Rathauses ausgestellt werden.
Künstlerin Silke Offermann und Fotografin Anja Schütz leiten das Projekt in der Kreativwerkstatt Villa Kunterbunt. Gemeinsam mit Kelkheims Pressesprecherin Isolde Uebelacker suchten sie 75 Kelkheimer aus: „Das war gar nicht so leicht“, sagt Uebelacker, „es kamen viel mehr in Frage.“

Querschnitt durch alle Lebensbereiche

Die Ausgewählten sollten in der Stadt wohnen und einen Querschnitt aller Lebensbereiche abgeben, sagt Uebelacker. Es seien nun Künstler, Sportler, Unternehmer, Handwerker und Politiker unter den Porträtierten.

150 Euro kostete es, in dieser lokalen Prominentengalerie einen Platz zu erhalten: „50 Euro davon gehen an die Bürgerstiftung“, verkündet Stadtverordnetenvorsteher Klaus Fischer (CDU). Ihm kam die Idee für das Projekt, als er eine Ausstellung von Schütz und Offermann in Münster besuchte,bei der die Frauen solche Pop-Art-Porträts zeigten: „Ich dachte mir, dass so etwas Modernes doch prima zu einer so jungen Stadt wie Kelkheim passen würde“, sagt Klaus Fischer.

Gemeinsam mit den Künstlerinnen warb er bei Bürgermeister Thomas Horn (CDU) um die Galerie der 75 Kelkheimer Köpfe: „Sie konnten mich sofort für den Vorschlag gewinnen“, sagt Horn.

Seitdem laufen die Vorbereitungen: Die ausgewählten Personen erschienen alle zu einem persönlichen Fototermin bei Fotografin Schütz. Dazu mussten sie einen Gegenstand mitbringen, der verdeutlicht, was sie zu einem Kelkheimer Kopf macht.

Mit Basketball fotografiert

Pascal Roller etwa, Kelkheimer und Basketballspieler der Frankfurt Skyliners, ließ sich natürlich mit seinem Basketball fotografieren.

„Das mit den Gegenständen gestaltete sich aber manchmal auch schwierig“, sagt Schütz und schmunzelt. „Ja, zum Beispiel beim Bürgermeister“, ergänzt Offermann. Horn sei beim ersten Termin mit einem Wappen von Kelkheim gekommen: „Wie langweilig“, fand Offermann. Die beiden Frauen überredeten ihn schließlich, das Wappen gegen seine E-Gitarre zu tauschen. Mit Erfolg: „Schaut viel cooler aus“, meint Offermann.

Schütz bearbeitete die Fotos dann digital und danach dienten sie auf Leinwand gedruckt den Malpaten als Vorlage: „Es ist so ähnlich wie Malen nach Zahlen“, sagt Anne-Kathrin Wesche. Sie bemalt gerade das Gesicht ihres Vaters mit grüner Farbe. „Er ist in der Politik tätig und organisiert den Weihnachtsmarkt in Münster“, sagt sie.

„Malpaten sind Ehepartner, Kinder, Enkel oder Freunde der 75 Köpfe“, so Offermann. „Wer keinen Malpaten hatte, der wurde von einem Malschüler ausgemalt oder konnte sich auch selbst bemalen.“

Auch Pressesprecherin Isolde Uebelacker hat sich porträtieren lassen. Ihr Bruder Heinz-Peter Rebenstock hat sie gemalt. Auf dem Bild leuchtet sie in knalligen Farben und eine kleine Zeitungsente sitzt auf ihrer Schulter.

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