Fardin G. steckt in einer Sackgasse: Er kann nicht zurück in den Iran, weil er fürchtet, dort verhaftet zu werden. Und er kann nicht in Deutschland bleiben, weil man ihm nicht glaubt, dass er politisch verfolgt wurde. Hätte er Papiere, könnte er wenigstens hier arbeiten - würde damit aber Gefahr laufen abgeschoben zu werden, sobald sein zweiter Asylantrag auch abgelehnt wird.
Wie Fardin F. geht es vielen, die ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freunde verlassen, weil sie nicht mit den Zuständen in ihrem Land leben können. Gerade wir Deutschen sollten sensibel sein für die Gewissensfrage, ob sich jemand einem diktatorischen System unterordnen kann oder den Weg in den Widerstand wählt - auch wenn dieser die Flucht ist.
Doch nein, wir jammern lieber darüber, dass Asylbewerber hier auf unsere Kosten leben. Und die Krönung: Wir legen ihnen auch noch Steine in den Weg, wenn sie hier ehrlich arbeiten wollen. Fardin G. ist nicht in der Freiheit angekommen, sondern in der Sackgasse Deutschland.

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