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24. Januar 2013

Kriftel: Von Eitelkeiten, Machtspielen und Reibereien

Der Kammerchor „Quintessenz“ bekommt Geld für ein ambitioniertes Konzertprojekt, bei dem es um „das Pathos des Ehrenamtes“ geht. Premiere ist im Juni.

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Der Kammerchor „Quintessenz“ bekommt Geld für ein ambitioniertes Konzertprojekt, bei dem es um „das Pathos des Ehrenamtes“ geht. Premiere ist im Juni.

Mit Humor und einem Schuss Selbstironie wollen sich die Sänger des Kammerchores „Quintessenz“ aus Kriftel bei ihrem nächsten Konzert einem Thema widmen, das in jedem Verein aktuell ist. „Er lebe hoch!“ heißt das Theaterstück mit Musik, in dem es um „das Pathos des Ehrenamtes“ geht, wie Chorleiter Alexander Grün verrät. Grün – er hat das Stück eigens für die Aufführung geschrieben – hat die Handlung „mit kleinen Bösartigkeiten“ gespickt: „Es finden sich alle Eitelkeiten, Machtspiele, Problemchen und Reibereien, die in einem Verein vorkommen können.“

Die Aufführungen

„Er lebe hoch!“ – ein szenisch-konzertanter Jubiläumsspaß. Theaterstück mit Musik mit dem Kammerchor „Quintessenz“ Kriftel, dem Gemischten Chor „Eintracht“ Mittel-Gründau, Frauenchor „Mittendrin“ Nauheim, Gemischter Chor „Eintracht“ Nauheim.

Premiere am Sonntag, 16. Juni, um 17 Uhr im Bürgerzentrum Lieblos. Weitere Aufführungen am Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Jakobus in Nauheim und am Sonntag, 7. Juli, in der Großen Schwarzbachhalle in Kriftel.

In „Er lebe hoch!“ will der Chor „Treue Eintracht Männerschwur Liederglockentafel 1847-48 Rumsbach“ sein Vereinsjubiläum feiern. Doch ausgerechnet an dem Tag, für den die Jubiläumsfeierlichkeiten angesetzt sind, könnte der Chor im Fernsehen auftreten. Und auch wenn die Geschichte um den Streit des Vorsitzenden, der lieber Jubiläum feiern möchte, und seiner Vorstandskollegin, die unbedingt ins Fernsehen will, „voll aus dem Leben gegriffen“ ist – „Er lebe hoch!“ ist dennoch „kein therapeutisches Stück“. Ähnlichkeiten mit dem Gesangverein Liederkranz, zu dem der Kammerchor „Quintessenz“ gehört, seien nicht beabsichtigt, betont Alexander Grün.

Seit September 2012 proben die 36 „Quintessenz“-Mitglieder an der musikalischen Komödie, die sie gemeinsam mit drei befreundeten Chören auf die Bühne bringen werden. Insgesamt sollen bei den drei Auftritten im Juni und im Juli rund 120 Sänger zu hören sein. Weil solch vergleichsweise große und aufwendige Konzerte nicht nur eine Menge Arbeit machen, sondern auch viel Geld kosten, freuen sich Chorleiter Grün und der Vorsitzende des Gesangvereins, Klaus Gallenbacher, über eine finanzielle Zuwendung, die sie aus Lottomitteln erhalten haben.

Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) war am vergangenen Freitag zur symbolischen Scheckübergabe im Krifteler Rat- und Bürgerhaus und nutzte die Gelegenheit, um, wie er sagte, seiner „Anerkennung für das Vereinsleben in Kriftel Ausdruck zu verleihen“ und für das Ehrenamt zu werben. 500 Euro bekommen die Sänger vom Land − insgesamt werden die Aufführungen etwa 5000 Euro kosten, die durch die Eintrittsgelder nur zum Teil wieder hereinkommen werden, wie Gallenbacher erklärt. (jöh.)

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