Ich hatte eine Idee und wollte wissen, ob ich es kann." Einen Band mit Liebesgedichten und eine Sammlung von Kurzgeschichten hatte Paul Pfeffer bereits veröffentlicht, als er sich entschloss, einen Krimi zu schreiben. "Die Ausgangsszene, dass jemand etwas vergräbt, hatte ich im Kopf.
Der Rest der Story hat sich dann von selbst erzählt", beschreibt der Kelkheimer die Entstehung seines Romans "Makel". Der beginnt mit einem etwas makaberen Begräbnis. Eine junge Frau verscharrt im Wald eine Schweinehälfte. Die andere Hälfte des Tieres war in der Gaststätte "Zum Feldberg" zu Jägerschnitzel verarbeitet worden - mit fatalen Folgen. Denn das Fleisch stammt aus obskuren Quellen. Und nachdem im "Feldberg" die Schnitzel serviert wurden, gibt es in Kelkheim neun Vergiftungsfälle. "Ein guter Kriminalroman sollte auch ein Spiegel der Gesellschaft sein", findet Pfeffer. Nicht schaden könne außerdem ein guter Schuss Humor.
Paul Pfeffer, Jahrgang 1948, ist im Hauptberuf Lehrer für Deutsch und Politik. Mit dem "Kelkheimer Lesecafé" hat er in seinem Wohnort eine "kleine Institution" geschaffen. Für dieses Engagement erhielt er vor zwei Jahren den Kulturpreis der Stadt Kelkheim.
Dass er erst mit über 50 Jahren mit dem Schreiben begonnen hat, begründet Pfeffer mit Respekt vor berühmten Kollegen. "Jeder Schriftsteller muss einen eigenen Stil haben. Den habe ich erst relativ spät gefunden." jöh

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