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07. August 2012

Reisebericht: Auf dem Weg nach Clinton County

 Von Georg Leppert
Valea Ströher besucht bald die Blanchester High School. Foto: Schick

Die Schwalbacher Schülerin Valea Ströher verbringt ein Jahr in den USA - genauer: Midland in Clinton County - und berichtet für die Frankfurter Rundschau. Was sie die nächsten 11 Monate schreiben wird, steht ihr vollkommen offen. Eine spannende Erfahrung wird es bestimmt.

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Ohio also. Um genau zu sein: Midland in Clinton County. Ein Ort mit knapp 300 Einwohnern. Etwas mehr Männer als Frauen. Durchschnittliches Haushaltseinkommen 39000 US-Dollar. In der Nähe des Zentrums kreuzen sich der Ohio Highway 28 und der US Highway 68. So steht es zumindest bei Wikipedia. Und viel mehr weiß Valea Ströher auch noch nicht über die Gegend, in der sie die nächsten elf Monate verbringen wird. Am heutigen Dienstag fliegt sie in die USA.

Vor ein paar Wochen hat die 17-Jährige aus Schwalbach im Taunus erfahren, dass es nach Midland geht. Die Into Schüleraustausch GmbH, die Valea Ströhers Aufenthalt organisiert, hat ihr außerdem den Namen ihrer Gastfamilie mitgeteilt. Valea hat ihren Eltern auf Zeit geschrieben, Mails wurden hin- und hergeschickt. Ströhers erster Eindruck: „Die Leute scheinen sehr nett zu sein.“

Valea wird Bericht erstatten

In den kommenden Monaten wird hier noch öfter von Valea Ströher zu lesen sein. Die Schülerin, die in Deutschland gerade ihren Realschulabschluss gemacht hat und nach ihrer Rückkehr aus den USA das Fachabitur anstrebt, wird für die Frankfurter Rundschau aus Ohio berichten und ihre Eindrücke schildern: von der Gastfamilie, von Midland, von ihrer Schule (Blanchester High School), vom US-Präsidentschaftswahlkampf, den sie vor Ort miterleben wird. Vielleicht wird sie von Heimweh schreiben, vielleicht davon, dass sie gar nicht mehr nach Deutschland zurück möchte. Vielleicht wird sie eine Geschichte über das Basketballteam ihrer Schule verfassen oder lieber eine Restaurantkritik über die Mensa verfassen. Sie ist in ihrer Berichterstattung frei.

Zunächst aber geht es nach New York: Vier Tage lang halten sich die Schüler, die mit Into reisen, in der Metropole auf, bereiten sich in Workshops auf ihre Zeit in den USA vor und schauen sich die Sehenswürdigkeiten an.

Hohe Ansprüche für Bewerber

Eines ist der 17-Jährigen wichtig: „Dieses Jahr wird kein Urlaub.“ Ordentliche Noten in der Schule sind Pflicht, andernfalls droht im Extremfall sogar die vorzeitige Heimreise. Rauchen und Alkohol trinken sind absolut tabu, Besuche von den (leiblichen) Eltern nicht gestattet. Schließlich soll etwaiges Heimweh nicht noch gefördert werden.

Etwas aufgeregt ist Valea Ströher schon. Vor allem aber wirkt die junge Frau froh darüber, dass es geklappt hat. Nicht jeder, der sich für ein Jahr im Ausland bewirbt, wird angenommen. Eine Hürde ist das Bewerbungsgespräch, das teils in Englisch geführt wird. Rund 10000 Euro muss Familie Ströher für das Jahr bezahlen. Das sei schon eine „ordentliche finanzielle Belastung“, sagt Ralf Ströher, Valeas Vater. Dennoch sei klar gewesen, „dass wir es unserer Tochter ermöglichen, diese Erfahrung zu machen“.

Im Sommer 2013 wird Valea Ströher zurückkommen. Einen Wunsch hat sie schon: Kurz nach ihrer Rückkehr soll es bei ihr in Schwalbach eine große Welcome-back-Party geben.

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