Der Main-Taunus-Kreis ist der hessische Landkreis mit dem geringsten Anteil an Kindern, die in Armut leben. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, auf die Sozialdezernent und Erster Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher (FDP) aufmerksam macht.
Im Jahr 2009 waren der Studie zufolge 7,8 Prozent aller Kinder im Kreis von Armut betroffen. Der Hessen-Durchschnitt liegt nahezu doppelt so hoch bei 14,9 Prozent. Der Kreis profitiere von der insgesamt starken Wirtschaft in der Region, heißt es in der Bertelsmann-Studie.
Bei genauerem Hinsehen sind die Zahlen jedoch nicht nur erfreulich. Denn ein Drittel aller Sozialhilfeempfänger im Kreis sei unter 15 Jahre alt, berichtet Hielscher. „Hier müssen wir uns trotz der vergleichsweise niedrigen Armutsquote weiter für diese Kinder und ihre Familien einsetzen“, schreibt der Kreis-Sozialdezernent.
Denn gerade für Kinder, die von Hartz IV leben müssten, sei es schwierig, wie Gleichaltrige am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Um die Armut von Kindern weiter zu verringern, sei es besonders wichtig, den Eltern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln, meint Hielscher. (oh.)

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