Frankfurt/Main. Stürmer Aristide Bancé vom FSV Mainz 05 muss für seinen "Stinkefinger" gegen Frankfurts Maik Franz 6000 Euro Geldstrafe bezahlen. Dazu verurteilte ihn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwoch.
Erheblich strafmildernd wertete das Gremium die Tatsache, dass Bancé "während und nach dem Spiel mehrmals und systematisch von Franz angeschrien und beschimpft" worden war. Die beiden waren beim 2:0-Sieg der Eintracht am Samstag im Bundesliga-Derby heftig aneinandergeraten.
Das Sportgericht sprach von "absichtlichen und dauerhaften Provokationen" vonseiten des Frankfurter Verteidigers. Bancé hatte einen Tag nach dem Spiel Franz sogar vorgeworfen, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Dieses Ermittlungsverfahren hatte der DFB jedoch am Dienstag eingestellt, weil Franz dies nicht nachgewiesen werden konnte. Dem jetzigen Urteil hat Bancé zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.
3000 Euro Geldstrafe für Amri
Chadli Amri, ebenfalls vom FSV Mainz 05, selbes Spiel, ist wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt worden. Der algerische Angreifer hatte in der 68. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Danach habe er sich nach DFB-Angaben vom Mittwoch unsportlich gegenüber Schiedsrichter Felix Brych (München) verhalten.
Amri, der wegen einer Schulterverletzung mehrere Wochen ausfällt, hat dem Urteil bereits zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig. (dpa)
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