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Mainz
Spielberichte, Interviews, News und Hintergründe zu Mainz 05

29. Januar 2016

Bundesliga: Mit Glück und Verstand

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In einer umkämpften Partie setzen sich die Mainzer gegen Gladbach durch.  Foto: AFP

Dem FSV Mainz genügt gegen Mönchengladbach ein Tor, um sich im Mittelfeld festzukrallen. Mit der Niederlage wird der Fehlstart in die Rückrunde für die Fohlen perfekt.

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Das rote Fastnachtstrikot mit bunten Ärmeln und Narrenkappe auf dem Vereinsemblem hat dem FSV Mainz 05 im Freitagspiel der Fußball-Bundesliga vor 32 000 Zuschauern gegen Borussia Mönchengladbach Glück gebracht. In einem großen Kampfspiel siegten die Rheinhessen gegen die Männer vom Niederrhein mit Glück und Verstand und viel Hingabe 1:0 (1:0). Mainz 05 hat sich damit, wie von Trainer Martin Schmidt gefordert, im Mittelfeld der Tabelle festgekrallt. Das ist angesichts der begrenzten individuellen Klasse der Mannschaft aller Ehren wert.

Den ersten kollektiven Jubel gab es schon vor dem Anpfiff, als Stadionsprecher Klaus Hafner den Einzug der deutschen Handballer ins EM-Finale kundtat. Der zweite Jubel, diesmal allerdings nicht mit Unterstützung des prall gefüllten Gästeblocks, folgte dann nach 21 Spielminuten. Da hatte der Mainzer Christian Clemens seinen ganzen Mut zusammengenommen und einfach mal abgezogen. Der Flatterschuss des schnellen Kerls landete im rechten Winkel, der Gladbacher Torwart Yann Sommer verzichtete auf den Versuch einer Parade. Es hätte ohnehin nichts genutzt.

Das Tor, das nach drei Spielen ohne eigenen Treffer fiel, kam ziemlich aus dem Niemandsland, nachdem die Gastgeber immerhin mit ein wenig Verspätung begonnen hatten, sich der anfänglichen Mönchengladbacher Überlegenheit widerborstig entgegenzusetzen. Die Fans in der nicht ganz ausverkauften Arena bekamen die typische Spielweise der Rheinhessen zu sehen. Kein Weg war der laufstärksten Mannschaft der Liga zu weit, kein Zweikampf zu anstrengend. Den Gladbachern, spielerisch sichtbar überlegen, behagte das unrhythmische Mainzer Kampfspiel nicht sonderlich.

Aber die besseren Chancen wussten die Rheinländer sich dennoch herauszuspielen, gingen damit aber reichlich fahrlässig um. Egal, ob Defensivmann Havard Nordtveit per Kopf oder die Offensivleute Raffael und Lars Stindl per Fuß – ein Tor wollte für die sicher keineswegs unverzagten Fohlen einfach nicht fallen. Loris Karius machte seine Sache im Mainzer Tor gut, und viel hätte schließlich nicht gefehlt, fast wäre Mainz 05 durch einen Schlenzer des insgesamt unsteten Yunus Malli sogar mit einer unverdient hohen 2:0-Führung in die Kabine gegangen. Aber das wäre sicher zu viel des Guten gewesen.

Nach dem Wechsel postierte sich die 4-B-Viererkette der Gastgeber (Brosinski, Balogun, Bell und Bussmann) oft noch ein wenig tiefer, allerdings beileibe nicht immer. Die Mainzer erweisen sich weiter als Zeckentruppe, die sich für nichts zu schade ist, mal griffen sie mutig vorne an, mal ließen sie sich tief fallen. Und die Konter wurden dann in einem Höllentempo vorgetragen. Allerdings litt darunter auch die Genauigkeit. Wie dem auch sei, die Gladbacher fanden einfach keinen Spaß an der Begegnung, sie wurden gar in kollektive Verzweiflung getrieben, weil immer wieder Mainzer Füße oder sonstige Körperteile irgendwo im Weg herumstanden und die Fastnachtsmannschaft sich so einen Sieg sicherte, der ungeheuer viel Kraft gekostet hatte

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