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Mainz
Spielberichte, Interviews, News und Hintergründe zu Mainz 05

31. Juli 2014

Mainz 05 - Asteras Tripolis 1:0: Holpriges unter Hjulmand

 Von Frank Hellmann
Ratlos: Ja-Cheol Koo.  Foto: dpa

Mainz 05 bietet im ersten Pflichtspiel mit neuem Trainer nur Magerkost. Für einen 1:0-Sieg in der Qualifikation der Europa Leaugue gegen den Fünften der griechischen Super League, Asteras Tripolis, reicht es aber am Ende.

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Mainz –  

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So richtig flüssig ging der Name des neuen Trainers noch nicht über die Lippen. Als der kultige Stadionsprecher Klaus Hafner gleich zweimal ein kräftiges „Kasper“ durchs Mikrofon sandte, tat sich die Anhängerschaft des FSV Mainz 05 ziemlich schwer, ein markantes „Hjulmand“ hinterher zu schicken. Aber nicht nur unter diesem Aspekt verlief das erste Pflichtspiel eines deutschen Profiteams in der neuen Saison noch arg holprig. Die vermeintliche Pflichtaufgabe in der Europa-League-Qualifikation gegen Asteras Tripolis geriet für die Rheinhessen viel schwerer als erwartet: Letztlich quälte sich der Bundesliga-Siebte gegen den Fünften der griechischen Super League zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg.

Zeitweise erweckte das Team vor 18 287 Zuschauern in der nur halb gefüllten Arena den Eindruck, als habe es unter dem dänischen Fußballlehrer mit dem schwierig auszusprechenden Namen alle Errungenschaften der Ära Thomas Tuchel verlernt. Es fehlte an diesem Sommerabend an allem, was das rot-weiße Überfallkommando sonst ausmacht: Tempo, Esprit und Verve, dazu Kompaktheit, Flexibilität und Aggressivität. Dafür Hjulmand verantwortlich zu machen, wäre zu diesem Zeitpunkt inmitten der Vorbereitung ein Unding, zumal der 42-Jährige von den Neuzugängen allein Gonzalo Jara – der Chilene verschoss im WM-Achtelfinale gegen Brasilien den entscheidenden Strafstoß – in die Startelf gestellt hatte.

Oder lag das arg ausrechenbare Offensivspiel am Fehlen von Nicolai Müller? Der schnelle Flügelmann stand nicht einmal im Kader – deutliches Indiz, dass der Wechsel des 26-Jährigen zum Hamburger SV demnächst vollzogen wird. Manager Christian Heidel wird indes gesehen haben, dass ohne Müller und den zum FC Schalke 04 abgewanderte Eric-Maxim Choupo-Moting Überraschungsmomente von den Außenbahnen rar sind.

Im Grunde nahm die Heimelf eine völlig unverdiente Führung mit in die Kabine, als der japanische WM-Fahrer Shinji Okazaki einmal goldrichtig stand (45.). Ansonsten wirkte der Mittelstürmer mitunter ähnlich matt wie die in Brasilien eingesetzten Südkoreaner Ja-Cheol Koo und Joo-Ho Park. So benötigte Mainz in einer schwachen Partie eine Menge Glück, als für die tapferen Gäste aus Tripolis Pablo Mazza die Latte traf (40.) oder Kapitän Pablo de Blasis das leere Tor verfehlte (47.).

Genau deswegen stehen die Chancen nicht schlecht, dass den Nullfünfern ein Desaster wie vor drei Jahren erspart bleibt, als der rumänische Nobody Gaz Metan Medias in den Playoffs zur Europa League das Stoppschild aufstellte. Beschwerlich am Rückspiel in einer Woche dürfte jedoch bereits die Anreise werden, denn die kleine Hauptstadt der Peleponnes hat keinen Flughafen. Die Mainzer Delegation wird mit einem Charter nun nach Kalamata jetten und will dann in der Nacht zu Freitag noch zurückfliegen.

Um dann hoffentlich in den Playoff-Partien erstmals in der Vereinsgeschichte das Ticket für die Gruppenphase zu lösen, was dem Mainzer Kapitän Nikolce Noveski weder unter Jürgen Klopp noch Thomas Tuchel vergönnt war. Neben dem sportlich wenig erkenntnisreichen Auftritt gesellte sich gestern noch ein unbefriedigendes wirtschaftliches Ergebnis. Der ehemalige Autohändler Heidel rechnete vor: „140 000 Euro Uefa-Prämie plus Zuschauereinnahmen minus Reisekosten ergibt null.“

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