Eine Pokal-Blamage wie im Dezember 2011 bei Holstein Kiel (0:2) will sich Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 nicht wieder erlauben. Gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue zählt für die Rheinhessen in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals an diesem Dienstag (20.30 Uhr) nur ein Sieg. „Wir sind in der Pflicht, wir müssen die Initiative übernehmen“, sagte Trainer Thomas Tuchel am Montag. Die Mühen können sich auszahlen, denn im Achtelfinale werden mindestens 530.000 Euro für jeden Verein ausgeschüttet. „Die können wir gut gebrauchen“, sagte Manager Christian Heidel.
Tuchel fordert eine besondere Eigenmotivation seiner Spieler. „Da wird der Schlüssel für eine gute Leistung liegen“, meinte der Coach. Die Voraussetzungen sind nämlich anders als in jedem Bundesligaspiel. Bisher wurden erst 10.000 Karten für die Partie abgesetzt, die Arena wird gerade zu einem Drittel gefüllt sein. Zudem befinden sich die Mainzer in einer eher seltenen Favoritenrolle.
Tuchel warnte daher: „Da kommt ein physisch starker Gegner, der auch psychisch gut drauf ist nach dem jüngsten 6:1 gegen den VfL Bochum. Es kann durchaus ein kompliziertes Spiel werden. Aue wird sich mit Händen und Füßen wehren.“ Trotz des glanzvollen 3:0 gegen Hoffenheim hat sich Tuchel mit möglichen personellen Wechseln beschäftigt. Wieder in der Startelf stehen könnte Andreas Ivanschitz nach auskuriertem Magen-Darm-Infekt. „Er hat voll trainiert“, berichtete Tuchel.
Mitte August 2012 blamiert sich Eintracht Frankfurt im Pokal: Die Hessen geraten beim Zweitligisten Erzgebirge Aue früh in Unterzahl und fliegen am Ende mit einer 0:3-Niederlage hochkant aus dem DFB-Pokal.
Foto: dpaDerweil haben die Mainzer Deutschen Fußball-Bund ein dreijähriges Stadionverbot gegen einen Fan von Hoffenheim beantragt. Der 29-Jährige hatte am vergangenen Samstag eine abgebrochene Fahnenstange in den benachbarten Block geworfen und dabei einen 41-jährigen Mainzer Fan am Kopf verletzt. Nach Angaben der Polizei vom Montag wurde der Täter durch Überwachungskameras überführt und anschließend festgenommen. Gegen ihn wurde zudem eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt. (dpa)
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