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Mainz 05
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22. Oktober 2012

Mainz 05: Torhüter in Rage

Wie ein wilder Stier: Christian Wetklo. Foto: Bongarts/Getty Images

Zwei Gegentore bringen den Mainzer Torhüter Christian Wetklo in Rage. Nur weil der Teammanager eingreift - und der Keeper Glück hat - entgeht Wetklo beim 2:2 in Leverkusen einem Platzverweis.

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Zwei Gegentore bringen den Mainzer Torhüter Christian Wetklo in Rage. Nur weil der Teammanager eingreift - und der Keeper Glück hat - entgeht Wetklo beim 2:2 in Leverkusen einem Platzverweis.

Leverkusen –  

Christian Wetklo war bedient. Nach dem 2:2 bei Bayer Leverkusen stand dem Torhüter des FSV Mainz 05 der Frust über den verpassten Sieg ins Gesicht geschrieben. Dabei durfte Wetklo froh sein, den Abpfiff überhaupt auf dem Rasen miterlebt zu haben. Denn der 32-Jährige war nach einer Wutattacke kurz vor der Pause nur dank des schnellen Eingreifens von FSV-Teammanager Axel Schuster dem zweiten Feldverweis seiner Karriere entgangen.

Was war geschehen? Nachdem Stefan Kießling in der 43. Minute unter tatkräftiger Mithilfe von Wetklo das 1:0 für Bayer erzielt hatte, mutierte der zuvor wegen Spielverzögerung bereits verwarnte Mainzer Keeper zum Rumpelstilzchen. Wetklo wollte nicht wahrhaben, dass der von seinem Schienbein abgeprallte Ball die Linie mit vollem Umfang überschritten hatte, und stürmte aufgebracht auf Schiedsrichter Peter Sippel zu.

Fluchend in die Katakomben

Ehe Wetklo den Unparteiischen erreichte, wurde er jedoch von Schuster energisch aufgehalten. Der Teammanager verhinderte damit den drohenden zweiten Platzverweis des eigentlich nicht als Heißsporn geltenden Torhüters, der am 11. Dezember 2004 im Regionalligaspiel des FSV Mainz II bei Darmstadt 98 schon einmal Rot gesehen hatte. „Er kann es schwer ertragen, wenn wir leichtfertig sind und unter unseren Möglichkeiten bleiben“, begründete Trainer Thomas Tuchel später den Ausraster Wetklos.

Nach den Treffern von Adam Szalai (58.) und Marcel Risse (76.) war Wetklos Ärger wieder verraucht, doch der späte Ausgleich durch Gonzalo Castro (87.) ließ die Wut wieder hochkochen. Mit rotem Kopf und einigen Flüchen auf den Lippen verschwand Wetklo in den Stadion-Katakomben. Auch Tuchel konnte sich nicht so recht über den Punktgewinn freuen. „Nach dem Spielverlauf ärgern wir uns schon, dass es nur ein Punkt geworden ist. Vor allem, weil wir die hochkarätige Chance zum 3:1 hatten und im Gegenzug das 2:2 hinnehmen mussten. Zu einem Zeitpunkt, bei dem der Ausgleich nicht in der Luft lag“, bilanzierte der Mainzer Coach. „Aber grundsätzlich können wir mit einem Unentschieden in Leverkusen leben.“

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Sekunden vor dem 2:2 hatte der Österreicher Andreas Ivanschitz frei vor Bayer-Schlussmann Bernd Leno die Entscheidung auf dem Fuß − und vergab kläglich. Als „bitter und ärgerlich“ empfand Tuchel den späten Rückschlag. Dennoch scheint das Tuchel-Programm immer intensiver zu greifen. Der 05er-Trainer sprach erneut von einem „Klebstoff-Effekt“ − und den Spielern ein Lob aus: „Die Mannschaft ist noch mal enger zusammengerückt.“ Sieben Punkte aus drei Spielen, „das ist alles so okay“, befand der Mainzer Coach. (dpa)

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